Herausforderungen

Die hoch entwickelten Verpackungslösungen der IMA Group für die Pharmaindustrie und den Einzelhandel sind ein integraler Bestandteil der Produktionslinien unserer Kunden und müssen 24x7 in Betrieb und verfügbar sein.

Lösungen

 

Die IMA Group ist ein führender Hersteller von automatisierten Verarbeitungs- und Verpackungsmaschinen

Das Unternehmen setzt auf Innovationen und erkannte das entsprechende Potenzial von Produktionsdaten. Die IMA Group entwickelte über ThingWorx eine kundenorientierte Anwendung, die datenbasierte Erkenntnisse liefert und das eigene Serviceangebot revolutioniert. So hebt sich das Unternehmen von den Wettbewerbern ab und unterstützt seine Kunden bei der Steigerung der Effizienz.

 

Die IMA Group mit Hauptsitz in Bologna, Italien, ist ein weltweit tätiges Unternehmen, das Maschinen, Dienstleistungen und Lösungen für eine Vielzahl von Branchen liefert – darunter die Pharma-, Kosmetik-, Lebensmittel-, Tee- und Kaffeeindustrie. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 6.200 Mitarbeiter. Es verfügt über 46 Produktionsstandorte und ist in 80 Ländern aktiv. Im Jahr 2019 belief sich der weltweite Umsatz auf rund 1,59 Milliarden Euro.

Die IMA Group setzt bei der Entwicklung von Mehrwerten für die Kunden seit Langem auf neue Technologien. Mit Blick auf diesen Innovationsgedanken wurde 2016 das Unternehmen IMA Digital gegründet. Es hat die Aufgabe, die Umsetzung und Nutzung digitaler Möglichkeiten im gesamten IMA-System voranzutreiben. IMA Digital hat die Zielsetzung, die möglichen Vorteile von Innovationen für das Unternehmen und seine Kunden aufzuzeigen. Das Unternehmen begann mit 18 digitalen Transformationsprojekten, die dann schnell auf 25 erweitert wurden. Diese Initiativen erstrecken sich auf Kundendienstleistungen, interne Prozesse und Produkte. Sie konzentrierten sich auf Bereiche wie die vorausschauende Wartung und die Remoteunterstützung.


Daten nutzen

Die IMA Group realisierte, dass datenbasierte Erkenntnisse für die Kunden neue, interessante Lösungen und Dienstleistungen möglich machen würden. Zunächst benötigten die Kunden Tools zur Verbesserung der Effizienz. „Ohne einen besseren Einblick in die Abläufe ist eine Effizienzsteigerung nicht möglich. Unser Ziel war es, unseren Kunden durch die Analyse der Produktionsdaten tiefgreifende Kenntnisse über ihre Produktionsprozesse zu vermitteln“, sagt Pier Luigi Vanti, Corporate Director for Information and Communications Technology and Industry 4.0 bei IMA.

Zweitens war die Bereitstellung eines erweiterten Dienstleistungsangebots geplant. So sollten die Kunden bei der Verbesserung ihrer Gesamtanlageneffektivität (GAE) und Reduzierung der Ausfallzeiten unterstützt werden. Die IMA Group bot traditionelle Dienstleistungen an (Ersatzteile, technische Unterstützung usw.), wollte jedoch von produktorientierten Dienstleistungen auf modernere, kundenorientierte Dienstleistungen umsteigen. Ein entsprechender Paradigmenwechsel würde zu einer Stärkung der Partnerschaft mit den Kunden führen, das Dienstleistungsangebot des Unternehmens differenzieren und neue Ertragsquellen erschließen.

„Heute sind Dienstleistungen enorm wichtig. Wir wollten die Beziehung zu unseren Kunden auf die nächste Stufe heben. Dieser Gedanke hat uns inspiriert und während unserer kontinuierlichen Verbesserung geleitet.“

Pier Luigi Vanti
Corporate Director for Information and Communications Technology and Industry 4.0 bei IMA

„Heute sind Dienstleistungen enorm wichtig. Wir wollten die Beziehung zu unseren Kunden auf die nächste Stufe heben. Dieser Gedanke hat uns inspiriert und während unserer kontinuierlichen Verbesserung geleitet. Heute heben Sie sich nicht mehr über Maschinen, sondern über den Service für die Kunden vom Wettbewerb ab“, sagt Vanti.

Einige der entsprechenden Initiativen starteten bereits vor COVID-19. Die Pandemie hat die Notwendigkeit der Digitalisierung jedoch weiter verstärkt. Die Remotezusammenarbeit und Remoteservices wurden zu einer Notwendigkeit – und somit zu einem festen Bestandteil der strategischen Ziele von IMA. „Wir haben die Einführung dieser Initiativen zur digitalen Transformation beschleunigt. Die Ausweitung der Remotezusammenarbeit war keine Frage der Effizienz, sondern eine absolute Notwendigkeit“, sagt Vanti.


ThingWorx macht datenbasierte Erkenntnisse und neue Dienstleistungsangebote möglich

Die integrierte Hardware- und Softwarelösung von IMA schützt die Daten, optimiert den Systembetrieb und erhöht die Sicherheit der Bediener.

Mit einer klaren Vision für eine kundenorientierte Lösung und ein verbessertes Dienstleistungsangebot – beides auf der Basis datenbasierte Erkenntnisse – entschied sich IMA für die Zusammenarbeit mit dem seit 22 Jahren bewährten Partner PTC. Als langjähriger Nutzer der Lösungen Creo und Windchill von PTC entschied sich das Unternehmen für ThingWorx als perfekte Plattform für das Industrial Internet of Things (IIoT). Die erforderliche Konnektivität sollte über ThingWorx Kepware Server implementiert werden.

ThingWorx ist eine leistungsstarke IIoT-Lösung, die die Überwachung von Anlagen und Automatisierungsszenarien vorantreibt, indem sie Daten über Anlagen vernetzt, sammelt und analysiert. ThingWorx ist eine zuverlässige und sichere Lösung, mit der die IMA Group den Schutz der eigenen Daten und den der Kundendaten gewährleisten kann. Die Lösung bietet die benötigte Flexibilität sowie eine breite Palette von Funktionen und Integrationsmöglichkeiten für künftige Lösungen.

Die schnelle Entwicklungszeit von ThingWorx und die Benutzerfreundlichkeit bei der Bereitstellung der Funktionen waren für IMA ausschlaggebend. „Wenn wir eine Komponente fertigstellt haben, liegen bereits zehn weitere an. Da wir mit der Vernetzung von Maschinen und der Erweiterung von Funktionen immer weiter voranschreiten, benötigen wir eine Plattform, mit der wir neue Funktionen und Anwendungsfälle schnell entwickeln und implementieren können“, sagt Martina Stefanon, Business Development Manager bei IMA.

Neben ThingWorx war ThingWorx Kepware Server bei der Umsetzung der industriellen Konnektivität bei neuen und älteren Geräten von grundlegender Bedeutung. Kepware Server bietet die für die Anbindung einer Vielzahl von älteren Maschinen und SPS mit ganz unterschiedlichen Technologien benötigte Flexibilität. So kann das Unternehmen problemlos ältere Anlagen vernetzen und diese „intelligent“ machen.

Dank der universellen Konnektivität kann die IMA Group als Anbieter digitaler Lösungen auftreten und einen größeren Marktanteil erobern. Mit Kepware Server kann das Unternehmen jede Art von Verpackungsmaschine vernetzen – auch wenn diese nicht von IMA hergestellt wurden. Darüber hinaus schaffen die branchenführenden Sicherheitsfunktionen von Kepware Server ein unidirektionales Netzwerk zwischen den Maschinen-SPS und ThingWorx, das alle externen Anfragen oder Interaktionen mit Maschinendaten blockiert.

Die IMA Group entschied sich für die Nutzung von ThingWorx und Kepware Server in der PTC Cloud, was die Verwaltung der Lösung vereinfacht und eine Skalierbarkeit gewährleistet. Dank der PTC Cloud konnte das Unternehmen die Wertschöpfungszeit verkürzen und seine Ressourcen auf hochwertige Geschäftsmöglichkeiten konzentrieren. Da die IMA Group bei Bedarf mehr Assets integrieren und die Speicheranforderungen erhöhen kann, bietet ThingWorx in der PTC Cloud einen nahtlosen Weg zur Skalierung.


Sentinel gibt den Kunden von IMA die Tools an die Hand, die zur Verbesserung des Verständnisses von Produktionsprozessen und zur Steigerung der Effizienz beitragen

Mit ThingWorx entwickelte die IMA Group die Sentinel-Kundenanwendung. Sentinel überwacht den Maschinenzustand in Echtzeit, sammelt Rohdaten und wandelt sie in wertvolle Informationen um. Bei der Anwendung handelt es sich um eine zentrale Überwachungs- und Analyseplattform, die den Kunden als Service angeboten wird und alle Daten und Erkenntnisse in einem einzigen Dashboard anzeigt. Die Operatoren nutzen diese Informationen, um die GAE zu verbessern.

Zu den wichtigsten Funktionen von Sentinel gehören intelligente und dynamische Aktionslisten, die die Operatoren bei der Effizienzverbesserung unterstützen. Außerdem gibt es Maschinendatenstatistiken für eine intelligente Produktionslinienharmonisierung und Daten zur durchschnittlichen Leistung für eine genaue Produktionsplanung. Da Sentinel mit ERP- und MES-Systemen kommuniziert und Daten von allen SPS empfängt und analysiert, agiert es als offene Plattform, die Daten von allen Maschinentypen nutzen kann – nicht nur von IMA-Anlagen. „Unsere Kunden können komplette Produktionslinien verbinden – nicht nur IMA-Maschinen. Das ist ein großer Vorteil für sie“, sagt Stefanon.

„Die Kunden berichten, dass das System äußerst hilfreich ist und umfassende Einblicke liefert. Selbst triviale Ereignisse können einen großen Einfluss auf den Betrieb haben.“

- Pier Luigi Vanti
Corporate Director for Information and Communications Technology and Industry 4.0 bei IMA

 

Sentinel hat einen erheblichen Einfluss auf die Kunden von IMA gehabt. Diese erhielten mit einer 360-Grad-Ansicht der Systeme und Prozesse einen Einblick in die Abläufe. „Die Kunden berichten, dass das System äußerst hilfreich ist und umfassende Einblicke liefert. Selbst triviale Ereignisse können enorme Auswirkungen auf den Betrieb haben“, sagt Vanti.

Außerdem verbessern die Kunden mit fortschrittlichen Analysen ihre Effizienz. „Um die Produktionseffizienz zu steigern, müssen Sie zunächst die Ursachen für die fehlende Effizienz kennen“, sagt Stefanon. Mit Sentinel können die Kunden genau das umsetzen. Sie führen in Echtzeit Analysen zu Effizienzverlusten und deren Ursachen durch. Die Lösung bietet zum einen intelligente Empfehlungen für die Operatoren. Algorithmen schlagen vor, worauf sie ihre Aufmerksamkeit richten sollten, um die Effizienz in kürzester Zeit zu steigern.

Mit Sentinel können die Kunden zudem über Benchmarking-Analysen die Ausfallzeiten reduzieren. Die Vergleiche zwischen ähnlichen Maschinen verbessern das Verständnis der bisherigen Leistungen. Die Sichtbarkeit von Ausfallereignissen und deren Ursache bietet den Operatoren die zur Reduzierung dieser Ereignisse nötigen Einblicke.

Die Funktionen zur Remoteüberwachung und -analyse waren während der Pandemie von unschätzbarem Wert. Denn die eingeschränkten Reisemöglichkeiten erschwerten den Vor-Ort Einsatz. Über Telefone, Tablets und Computer eine Remoteunterstützung, -überwachung, -fehlerbehebung und -analyse durchführen zu können, war in diesen schwierigen Zeiten von entscheidender Bedeutung. Auch nach der Pandemie erweisen sich die Remotefunktionen als hilfreich. Sie verbessern die Remotezusammenarbeit und die Effizienz der Teams und der Beteiligten.

Über IMA Control Room Services können Hersteller mit dem Know-how von IMA ihre Produktionsprozesse verbessern

IMA Control Room Services unterstützt die Kunden bei der optimalen Nutzung ihrer Maschinendaten und der Verbesserung der Produktionsprozesse. Dank der Unterstützung erfahrener Techniker von IMA erhalten die Kunden rund um die Uhr detaillierte Berichte, spezifische Warnmeldungen und einen generellen Support. Ziel ist es, die Kunden bei der schnellen Lösung betrieblicher Probleme und der Verbesserung der Ergebnisse zu unterstützen.

Mit den Control Room Services können die Kunden auf eine proaktive Remoteunterstützung bauen. Die IMA-Supportteams interpretieren Algorithmen und von ThingWorx angereicherte Daten aus den Maschinen, um bei Anomalien proaktiv einzugreifen. Sollte etwas Ungewöhnliches passieren, werden die Control Room-Mitarbeiter über automatische Alarme des Systems gewarnt. Control Room informiert die Kunden, damit diese sofort eingreifen können. Wenn es ein Problem gibt, nehmen die IMA-Techniker Kontakt mit dem Kunden auf und helfen ihm bei der Problemlösung. Darüber hinaus können die Kunden langfristige Trends erkennen und die Produktionsleistung durch den Zugang zu aufschlussreichen Berichten verbessern.

Mit Control Room Services können Hersteller darauf bauen, dass ihre Prozesse überwacht werden und ihre Produktion effizient läuft. Dies ist besonders hilfreich, wenn ein Kunde nicht über die zur Betreuung vieler Maschinen erforderlichen Mitarbeiter verfügt oder wenn das nötige Fachwissen zur Interpretation der Daten fehlt. Die erstklassige Sicherheit von ThingWorx und Kepware Server schützt kritische Anlagen und Daten und hilft den Kunden bei der Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen.

„Oft haben Anomalien keine unmittelbare Auswirkung auf das Maschinenverhalten. Durch die Analyse der Daten ist es jedoch möglich, zukünftige Anomalien vorherzusehen. Mit diesem 24-Stunden-Service können unsere Kunden beruhigt schlafen, denn sie wissen, dass die IMA-Techniker alle potenziellen Probleme erkennen“, sagt Vanti.

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IMA Control Room arbeitet rund um die Uhr, um die Produktion kontinuierlich zu überwachen und auf Warnmeldungen zu reagieren.

IMA hat sein Dienstleistungsangebot erfolgreich weiterentwickelt und blickt bereits in die Zukunft

Die greifbaren Ergebnisse, die die Kunden von IMA mit Sentinel erzielt haben, sind beeindruckend. So wurde beispielsweise die GAE (Gesamtanlageneffektivität) messbar verbessert – in einem konkreten Fall um bis zu 16 %. „Für unsere Kunden kann selbst eine prozentuale Steigerung der GAE durch das Support-Angebot von IMA zu Einsparungen von 60 Prozent führen“, sagt Vanti.

Die Kunden von IMA haben ihre GAE messbar verbessert – in einem konkreten Fall um bis zu 16 %.

Zu den weiteren Vorteilen gehören die Verbesserung der Fertigungseffizienz mit Benchmark- und Verlustanalysen, die Optimierung der Produktionsprozesse über ein verbessertes Engagement und Problembewusstsein der Mitarbeiter sowie die Reduzierung der Ausfallzeiten. Des Weiteren wurden zusätzliche Zeiteinsparungen bei den Mitarbeitern erzielen. Einige Kunden konnten den Zeitaufwand für tägliche und wöchentliche Produktionsbesprechungen um 50 % reduzieren und ihren Mitarbeitern ein besseres Verständnis der Produktionsprozesse vermitteln. Dank der End-to-End-Sicherheit konnten die Hersteller ihre Geräte unbesorgt miteinander vernetzen.



IMA Sentinel bietet eine umfassende mobile Plattform für die automatische Überwachung der Systemleistung.

IMA hat sein Ziel erreicht: Das Dienstleistungsangebot wurde weiterentwickelt und das Unternehmen agiert für die Kunden als Partner. Es hat von traditionellen, produktorientierten Dienstleistungen zu modernen, kundenorientierten Dienstleistungen gewechselt. Neue Dienstleistungsangebote erschließen neue Ertragsquellen. „Vertrauen ist etwas, das die Beziehung zu unseren Kunden schon immer geprägt hat. Auf diesem Vertrauen konnten wir aufbauen, indem wir den Kunden bessere Dienstleistungen und moderne Tools zur Verfügung gestellt haben“, sagt Stefanon.

Die Kunden generierten unerwartete Mehrwerte. „Das Interessante ist, dass das Geschäftsmodell positive Auswirkungen auf unser gesamtes Unternehmen hatte – auch auf das Produkt. Wir arbeiten mit einer positive Feedback-Schleife, denn wir verstehen heute besser, wie unsere Produkte in der Praxis funktionieren“, sagt Stefanon.


IMA denkt bereits über die Zukunft nach

IMA denkt weiter. Das Unternehmen hat es sich zum Ziel gesetzt, neue Funktionen und Technologien zu integrieren, um die von ihm entwickelten Lösungen weiter auszubauen. Insbesondere geht es hierbei um den Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) zur Verbesserung der Anomalieerkennung über prädiktive Algorithmen. Über den Einsatz der Analytik und KI für viele Maschinen kann IMA seine Dienstleistungen für mehr Kunden auf breiterer Basis zur Verfügung stellen. Das Unternehmen plant außerdem den Einsatz der erweiterten Realität im Zusammenspiel mit KI-Lösungen zur Information von Mitarbeitern im Kundenkontakt und zur Entwicklung neuer Service-Tools.

„Wir möchten unseren Kunden stets ein optimales Serviceniveau und immer intelligentere Maschinen zur Verfügung stellen“, sagt Stefanon. IMA und PTC freuen sich darauf, ihre jahrzehntelange Partnerschaft fortzusetzen und den Kunden einen noch größeren Nutzen zu bieten.