Herausforderungen

Während der Entwicklung der IoT-SCP-Lösung erhielt Strama-MPS eine dringende Anfrage zur Produktion medizinischer Schutzmasken. Strama-MPS erkannte die Gelegenheit, die eigenen Fortschritte mit ThingWorx für einen wichtigen Beitrag zur Gesellschaft zu nutzen. Daher nahm sich das Unternehmen der Anfrage an.

Das Verständnis der Produktionskapazitäten ist ausschlaggebend, um agil zu bleiben

Der Schlüssel zum Erfolg für jedes Unternehmen ist es, agil und auf alle Herausforderungen des Marktes vorbereitet zu sein. Um sich in eine neue Richtung zu entwickeln, müssen Unternehmen jedoch zunächst über die grundlegende Technologie verfügen, die zur Anpassung der Abläufe und Entwicklung neuer Produkte erforderlich ist. Strama-MPS ist eine Organisation, die modernste Technologie einsetzt, um flexibel zu agieren und ein neues Produkt genau zum richtigen Zeitpunkt zu entwickeln.

Strama-MPS ist ein in Deutschland ansässiger Lösungsanbieter im Spezialmaschinen- und Anlagenbau. Das Unternehmen ist Technologieführer in der Automobil- und Automobilzulieferbranche. Strama-MPS wurde 1946 als Ein-Mann-Reparaturwerkstatt für Motoren gegründet und beschäftigt heute 1.300 Mitarbeiter in Niederlassungen auf drei Kontinenten. Das Unternehmen Strama-MPS stellt heute die komplexen Maschinen her, die zur Herstellung spezieller Automobilteile für Kunden aus dem Produktionsbereich wie BMW und Porsche erforderlich sind.

Angesichts des verschärften Wettbewerbs wandte sich Strama-MPS zur Optimierung der Datenüberwachung und -analyse an ThingWorx.

Nach 73 Jahren Erfahrung in der Herstellung von Maschinen für internationale Kunden erkannte Strama-MPS, dass sich die Wettbewerbslandschaft veränderte und mehr Wettbewerber die IoT-Technologie einführten. Das Unternehmen wollte seine führende Position behaupten. Dazu wurde der Einsatz der neuesten Tools für eine optimale Kundenzufriedenheit angestrebt. So wandte man sich an PTC, den Marktführer im Bereich der IoT-Technologie.

Im März 2020 entschied sich Strama-MPS für die End-to-End-IIoT-Plattform ThingWorx von PTC, um eine Anwendung zur Anbindung von Kundenrechnern zu entwickeln. Das Ziel war es, die Bereiche Datenanalyse und OEE sowie den Service für die Kunden zu verbessern. "Nach unseren Recherchen waren wir zuversichtlich, dass ThingWorx die Flexibilität und Benutzerfreundlichkeit bieten kann, die wir zur Optimierung der Maschinenleistung benötigen", sagt Florian Straßl, Softwareingenieur. "Wir wollten ein besseres, effizienteres Produkt für unsere Kunden entwickeln. Uns war klar, dass PTC uns durch Einsatz von ThingWorx auf diesem Weg unterstützen konnte."

Während der Planung startete das Unternehmen mit der Entwicklung der neuen Anwendung - ohne sich darüber im Klaren zu sein, wie sich das Ziel in den folgenden Monaten verändern würde.

Fortschritte für die Gesellschaft einsetzen

Mit fortschreitender Entwicklung fand sich Strama-MPS im Frühjahr 2020 - wie viele andere Unternehmen weltweit - mitten in der globalen COVID-19-Pandemie wieder. Trotz dieser neuen Bedingungen trieb das Unternehmen seine IoT-Anwendung voran. Während der Entwicklung erhielt das Führungsteam eine ungewöhnliche Produktionsanfrage zur Produktion von medizinischen Schutzmasken von einem Geschäftspartner. Strama-MPS erkannte die Gelegenheit, die eigenen Fortschritte mit ThingWorx für einen wichtigen Beitrag zur Gesellschaft zu nutzen. Daher nahm sich das Unternehmen der Anfrage an. Es kaufte fünf Produktionsmaschinen für Masken, die zwischen Juli und Oktober innerhalb Deutschlands geliefert wurden. Etwa zur gleichen Zeit begann die Entwicklung der ThingWorx-Anwendung des Unternehmens.

Nach einigen ersten Testläufen mit den neuen Maschinen erkannte das Team, dass einige Anpassungen sinnvoll waren. Um den Maskenherstellungsprozess zu verfeinern und zu optimieren, benötigte das Team jedoch mehr Daten von den Produktionsmaschinen. Für einen Test der neuen IoT-Anwendung nutzte das Unternehmen die ThingWorx-Technologie, um die Produktionsmaschinen hinsichtlich OEE und Verfügbarkeit zu testen und die Leistung aller fünf Maschinen zu vergleichen. Anhand der neuen Daten konnte das Team feststellen, welche der Maschinen zur Leistungsoptimierung angepasst werden mussten. Nachdem die erforderlichen Anpassungen vorgenommen waren, lief die fünfte Maschine zusammen mit den anderen mit optimaler Leistung. Es war klar, dass die ThingWorx Technologie die präzisen Testmöglichkeiten und Datenanalysen bereitgestellt hatte, die das Unternehmen zur Sicherstellung der Produktionsziele benötigte.

Letztendlich ermöglichte die Arbeit, die Strama-MPS bereits mit ThingWorx geleistet hatte, die nötige Agilität zur Übertragung der der Herstellung spezieller Industriemaschinen auf die Herstellung empfindlicher medizinischen Masken. Trotz eines ganz anderen Einsatzzweckes war das Unternehmen in der Lage, den gesamten Prozess innerhalb von etwa einem Monat abzuschließen. Als agiles Unternehmen war Strama-MPS in der Lage, die Mitarbeiter und Prioritäten schnell auf eine neue Wertschöpfungsmöglichkeit auszurichten, und zwar nicht nur für das Unternehmen, sondern auch für die gesamte Gesellschaft.

Insgesamt produzierte das Unternehmen drei verschiedene Arten von Masken - zwei chirurgische Masken, die vom Geschäftspartner vertrieben wurden, und eine dritte "ProMoMask", die für den Einsatz in der Gesellschaft konzipiert war und von Strama-MPS zusätzlich zu den regelmäßigen Spenden für örtliche Krankenhäuser, Schulen und gemeinnützige Einrichtungen verteilt wurde. "Unser Beitrag war die der Einsatz der bereits entwickelten Technologie zur Skalierung dynamischer Funktionalitäten. So konnte unser Team eine völlig neue Zielgruppe erreichen", so Straßl. "Wenn Ihre Entwicklung von einer Instanz auf eine komplett andere Instanz übertragen wird, die Abläufe jedoch immer noch perfekt funktionieren, dann wissen Sie, dass die Technologie wirklich funktioniert. Es ist sehr spannend, ein Produkt innerhalb von 30 Tagen von der Test-Unit bis zur vollständigen Produktion umsetzen zu können.

Die Entwicklung steht erst am Anfang

Jetzt, da die IoT-Anwendung vollständig entwickelt ist, beginnt Strama-MPS mit dem Einsatz der Datenanalysefähigkeiten für die Markteinführung des neuen Kundenangebots. Das Unternehmen hat eine neue Anwendung entwickelt, bei der Kunden Optionen von der reinen Datenanalyse bis hin zur kompletten Prozessoptimierung auswählen können. Insbesondere können sie Anomalien identifizieren, Daten analysieren, Fehlerverläufe einsehen und die Auswirkungen von Änderungen vorhersagen, was zu Verbesserungen in den Bereichen Durchsatz und OEE führt. Und da ThingWorx flexibel eingesetzt werden kann, müssen sich die Kunden keine Gedanken über Datenzugriff und die Kontrolle machen. "Durch den Einsatz von ThingWorx können wir die Anwendung überall starten", sagt Straßl. "Wir können eine Plattform für die Kunden entwickeln. Es spielt keine Rolle, ob der Kunde eine lokale oder globale Lösung benötigt. Das System ist daher ziemlich bequem und sicher.

Noch hilfreicher für die Kunden ist die Flexibilität bei der Wartung. Wenn sie ein Serviceproblem haben, können sie sich einfach an die Serviceabteilung wenden. Die Techniker können sich mit einem Token über die Firewall des Kunden mit den Maschinen verbinden und die Daten einsehen. Wenn ein Servicetechniker vor Ort erforderlich ist, ist dieser bereits mit Informationen über das Problem der Maschine versorgt. So ist ein reibungsloser Ablauf für alle Beteiligten gewährleistet.

Die vielen noch möglichen quantifizierbaren Verbesserungen zeigen, dass ThingWorx den Grundstein für den zukünftigen Erfolg gelegt hat. Im Laufe des Jahres verfeinert und perfektioniert Strama-MPS die Maskenherstellung weiter. Es ist geplant, eine automatische Vision-Inspektionsfunktion für eine verbesserte Qualitätskontrolle einzuführen. Das Unternehmen hat also nicht nur einen neuen Arbeitsbereich umgesetzt, sondern agiert auch als wichtiger Teil der Gesellschaft. Strama-MPS kann so auf unerwartete Weise anderen helfen.

Das Unternehmen freut sich darauf, sein Portfolio an neuen Technologien auszubauen und plant, in naher Zukunft die Cloud-Technologie weiter zu erkunden. Welchen Weg Strama-MPS auch immer als nächstes einschlägt - ob im Rahmen einer geplanten Initiative oder als unerwartete Hilfe für die Gesellschaft - die PTC-Technologien stehen dem Unternehmen auf jeden Fall zur Seite.