Pratt & Whitney



Pratt & Whitney

Als Pratt & Whitney das Hilfstriebwerkgeschäft von AeroPower übernahm, mussten mehrere Softwareplattformen und Systeme integriert werden. Eines dieser Systeme hatte bereits das Ende seiner Lebensdauer erreicht. Pratt & Whitney musste eine Entscheidung treffen: verschiedene Systeme zusammenfügen oder das Risiko eingehen, wichtige Services zu verlieren.

Robert Tomastik, Leiter des Materials Center of Excellence bei Pratt & Whitney, wusste: Um weiterhin die richtigen Teile zum richtigen Zeitpunkt bereitstellen und einen erstklassigen Service anbieten zu können, musste die aktuelle technische Infrastruktur aktualisiert werden. Doch welche Kosten und welche Auswirkungen auf den ROI würden damit verbunden sein?

Hintergrund

Pratt & Whitney ist ein 1925 gegründetes amerikanisches Fertigungsunternehmen im Bereich Luft- und Raumfahrt mit Hauptsitz in East Hartford, Connecticut, und weltweiten Serviceniederlassungen. Das Unternehmen ist eine Tochtergesellschaft der United Technologies Corporation. Die Flugzeugtriebwerke von Pratt & Whitney werden sowohl in der zivilen als auch in der militärischen Luftfahrt verwendet. Die MRO-Services (Maintain, Repair, Overhaul; Wartung, Reparatur und Instandsetzung) für zivil genutzte Triebwerke von Pratt & Whitney umfassen unter anderem Triebwerksüberholungen, Teilereparaturen und das Bereitstellen von Ersatzteilen. Das Unternehmen unterhält 22 MRO-Standorte, die über die ganze Welt verteilt sind; beispielsweise gibt es Standorte in den USA, Indien, China, Australien, Deutschland und Saudi-Arabien.

Wenn es nicht kaputt ist

Die Übernahme von AeroPower durch Pratt & Whitney war zunächst eine Herausforderung, jedoch gelang es dem Team, neue Chancen aus der Notwendigkeit zu schaffen, zwei sehr erfolgreiche und lang bewährte, aber gleichzeitig sehr unterschiedliche Lösungen für das Teilemanagement zu konsolidieren. Dies wurde erreicht, indem aufgezeigt wurde, dass die
SPM 11-Konsolidierung die vorherige Funktionalität und Qualität der separaten Lösungen MCA 7 und SPM 9 nicht nur erreichte, sondern sogar übertraf – und auch noch bei geringeren internen Kosten.

Tomastik erklärt, dass beide Einheiten vorhandene Implementierungen nutzten, die ihren Wert bereits unter Beweis gestellt hatten, aber dennoch ein Upgrade benötigten.

„Wenn wir den Bereich kommerzielle Triebwerke nicht auf den neuesten Stand bringen, verlieren wir die erzielten Vorteile. Dasselbe gilt für AeroPower. Die Tools sind hier wirklich entscheidend..” 

~ Robert Tomastik
Materials Center of Excellence Manager, Pratt & Whitney 

In der Tat hatten beide vorhandenen Systeme sehr gute Ergebnisse für ihre jeweiligen Nutzer erzielt. Als Pratt & Whitney im Jahr 2009 die Lösung MCA 7 bereitstellte, um seine Teile- und Inventarsysteme zu optimieren und Prognosen hierfür zu erstellen, erreichte das Unternehmen eine Verbesserung von 10 % bei der Erfüllungsrate und eine Senkung von 10 % beim Inventar. Darüber hinaus stellte MCA 7 bis 2016 zuverlässige Funktionen bereit – eine bemerkenswerte Laufzeit.

„Wir haben Kunden mit einem Gewirr aus vorhandener Software und Bereitstellungen, die es erschweren, sich auf die digitale Transformation zu konzentrieren. Sie benötigen Unterstützung durch PTC, insbesondere durch das PTC Customer Success Team, um den vor ihnen liegenden Weg meistern zu können.“

~ Sanjay Jagdale
Vice President, SLM Segment, PTC

Aktualisierungen und Upgrades großer Systeme können sich schwierig gestalten. Es gilt, Zeit und Kosten im Zusammenhang mit der Implementierung zu berücksichtigen und sogar die Einstellung „Wenn es nicht kaputt ist, muss es auch nicht repariert werden“. Im Fall von AeroPower und Pratt & Whitney bestand die Chance in der Fähigkeit von PTC, einen Weg aufzuzeigen, bei dem die Funktionen der vorhandenen und bei ihren Benutzern sehr beliebten Systeme beibehalten und gleichzeitig enorme Verbesserungen beim Serviceniveau und bei den Erfüllungsraten erzielt werden konnten.

„Wir wussten, dass Pratt & Whitney mit ihrer neuen Geschäftseinheit AeroPower in der perfekten Position war, dieses gemeinsame Upgrade durchzuführen. Wenn Geschäftseinheiten sich zusammenschließen oder Meilensteine erreicht werden und Upgrades erforderlich machen, sind die aktuellen SPM Funktionen und die erfahrenen Berater von PTC Customer Success die ideale Wahl für ein zukunftsorientiertes Unternehmen wie Pratt & Whitney, das von der Beschaffung und Wartung geschäftskritischer Teile lebt“, fügt Jagdale von PTC hinzu.

Mutig voranschreiten

In der ersten Phase wurden SPM 9 und MCA 7 parallel genutzt, wobei die unbestreitbaren Vorteile eines Upgrades auf die neue Version SPM 11 verdeutlicht wurden. Pratt & Whitney arbeitete mit den PTC Gruppen für Service Lifecycle Management und Customer Success zusammen, um in Phase 1 zwischen April und Mai 2015 eine Bewertung und einen Funktionalitätsnachweis zu erlangen. Die Konfiguration sollte MCA Funktionen umfassen, diese jedoch soweit möglich verbessern. Die Datenschnittstelle musste die gleichen Datenelemente wie MCA beinhalten, jedoch wurden diese neuen SPM Tabellen zugeordnet.

Im September 2015 begann Phase 2 der Implementierung, die bis Ende Februar 2016 andauerte.

Natürlich kamen Bedenken bezüglich der Kosten auf, die eine Verbindung zweier Geschäftseinheiten zu einem Servicezentrum mit sich bringen würde. „Wir mussten die Kosten für die Implementierung kontrollieren. Dazu haben wir die Implementierung in einem Upgrade durchgeführt, wobei ein Team beides gleichzeitig erledigt hat. Außerdem haben wir die Kosten kontrolliert, indem wir die Fachkenntnisse von Pratt & Whitney über das aktuelle Toolset genutzt haben und unsere Mitarbeiter in die Implementierung einbezogen haben, statt uns ausschließlich auf die Berater von PTC zu verlassen“, erklärt Tomastik.

Die Gruppe von PTC Customer Success stellte zusätzliche Unterstützung in Form von Beratung und Umfangsplanung für das gesamte Projekt bereit. Tomastik betont:

„Sie waren fantastisch. Sie lagen innerhalb des Zeitrahmens und des Budgets und erfüllten die Vorgaben zu 100 % – und übertrafen sie sogar noch, was die neuen Funktionen von SPM 11 betrifft.“

„Meiner Meinung nach war es ein voller Erfolg, weil fundiertes Wissen eingesetzt
wurde. Dies war das erste Upgrade von MCA auf SPM. Das Entscheidende dabei
war, dass wir die richtigen Berater hatten.“

Und mutig weitermachen

Indem Pratt & Whitney sich Unterstützung durch das PTC Customer Success Team und die aktuelle SPM Software holte, verwandelte das Unternehmen eine schwierige und möglicherweise kostspielige Übergangsphase in einen absoluten Erfolg. „Der unmittelbare Vorteil waren die Implementierungskosten, die so gering waren, weil ein Team beide Aufgaben gleichzeitig erledigt hat. Einige allgemeine Modellierungsverfahren waren für beide Unternehmen relevant, daher konnten wir Vorlagen für mehrere Geschäftsabläufe verwenden. Durch den gemeinsamen Modellierungsansatz wurden wir kostengünstiger“, so Tomastik.

Darüber hinaus war Pratt & Whitney in der Lage, ganz neue Funktionen bereitzustellen, die in den vorherigen SPM Softwareversionen nicht verfügbar waren. Die Endbenutzer waren begeistert. „Die ältere SPM Version von AeroPower bot nicht die erweiterte Optimierung, die in der neuen Version enthalten ist. Als die beiden Produkte also zusammengefasst wurden, waren die mehrstufigen Optimierungsfunktionen von SPM 11 ein echter Durchbruch. Für die Benutzer von AeroPower war dies ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal. Für den Bereich kommerzielle Triebwerke waren die grafische Benutzeroberfläche und die zusätzlichen Konfigurationsoptionen für die Prognoseerstellung eine enorme Verbesserung gegenüber MCA“, fügt Tomastik hinzu. Letzten Endes ist es entscheidend, ein Produkt bereitzustellen, bei dem die Endbenutzer neue Technologie nutzen und Vorteile erzielen können. „Es gab nur sehr wenig Widerstand, als deutlich wurde, dass die neue Version mehr Funktionen und mehr Einsatzmöglichkeiten bietet“, betont Tomastik.

„Da nun sowohl die bisherigen MCA als auch die SPM Kunden von neuen Vorteilen profitieren können, ist PTC in der Lage, die Kundenerfahrung zu verbessern, indem unter anderem mehr Optionen für die Modellierung von Nachfragestatistiken (skalierte oder ohne Trendwerte durchgeführte Standardabweichungen und Prognosefehler), eine bessere und konfigurierbare grafische Benutzeroberfläche und flexiblere Optimierungsgruppen angeboten werden“, erläutert Jagdale. Die Lösungen von PTC versetzen Unternehmen in die Lage, die gesamte Ersatzteillieferkette zu optimieren. Wenn sie den Ersatzteilbedarf kennen und die Lagerbestände verbessern, bedeutet das für Kunden einen beträchtlichen Mehrwert durch höhere Teileverfügbarkeit und Anlagenbetriebszeit.

Für die wichtige Ausrüstung von Pratt & Whitney ist eine durchgängige globale Verfügbarkeit von Teilen keine Option, sondern eine Geschäftsvoraussetzung. Das Unternehmen setzt in hohem Maße auf SPM Investitionen, die sicherstellen, dass der Geschäftsbetrieb auch weiterhin den hohen Standards gerecht wird. „Die großen kommerziellen Triebwerke von Pratt & Whitney werden für mehr als 25 Prozent der wichtigsten Passagierflugzeuge der Welt eingesetzt. Wir sind erfolgreich, wenn unsere Kunden den benötigten Service zu jeder Zeit und an jedem Ort in Anspruch nehmen können“, so Tomastik.

„Wir haben eine wichtige Investition in die Zukunft unseres Kundendienstes getätigt. Unser Kundenstamm verlässt sich auf einen unterbrechungsfreien Betrieb, und eine Optimierung unserer Services macht einfach Sinn – sowohl für die Kunden als auch für den langfristigen Erfolg unseres Unternehmens.“

~ Robert Tomastik

Weitere Informationen: Software für Ersatzteilmanagement

Pratt & Whitney Fallstudie (PDF)