Warum Hersteller auf SaaS umsteigen

manufacturers

Zusammenfassung

Früher mussten Unternehmen in der Technologiebranche tätig sein, um auf den Begriff „Software as a Service“ (SaaS) zu stoßen, mittlerweile ist er jedoch allgegenwärtig. Er hat viele Bereiche der Wirtschaft durchdrungen und ist Grundpfeiler der Infrastruktur für beliebte Plattformen wie z.B. Salesforce, Google Docs, Microsoft Office 365, Dropbox und Slack.

SaaS ist nicht mehr nur eine optionale Investition, sondern wird zunehmend unverzichtbar. Und dafür gibt es eine ganze Reihe von Gründen, etwa Flexibilität, Betriebskosten, Sicherheit, Skalierbarkeit und verbesserte Zusammenarbeit.

Bis vor einigen Jahren war SaaS in der Fertigungs- und Industriesoftware noch nicht so weit verbreitet. Programme wie Computer-Aided Design (CAD) und Produktlebenszyklus-Management (PLM), die das Rückgrat der Produktentwicklung bilden, haben den Übergang zu SaaS nur langsam vollzogen. Dies ändert sich jedoch gerade. Wir sehen hier einen technologischen Wendepunkt sowie eine veränderte Einstellung und Verfügbarkeit von SaaS-Lösungen für die Fertigung.

Ein umsichtiger Führer möchte jedoch mehr wissen, bevor er Ressourcen für diese neue Art der Infrastruktur bereitstellt. SaaS ist nicht nur eine veränderte IT-Denkweise (bezüglich der Soft- und Hardwareinfrastruktur), sondern reicht zunehmend in Bereiche wie Mitarbeiterorientierung und -zufriedenheit, Arbeitsplatzstrategie und zentrale Unternehmensziele hinein.

Methodik

Für dieses White Paper kontaktierte PTC 76 Personen und stellte ihnen 28 Fragen zu verschiedenen Themen rund um die Weiterentwicklung der Arbeit, wobei der Fokus auf dem SaaS- und Cloud-Betrieb lag. Alle Befragten sind in Vollzeit als Entscheider (Abteilungsleiter und höher) in verschiedenen Branchen in den USA tätig.

Die Umfragedaten wurden im März und April 2022 erhoben und zusammengetragen. Sie entsprechen den Sichtweisen und dem Kenntnisstand der Teilnehmer zum Zeitpunkt der Befragung.

Wichtige Begriffe

Da bei der Umfrage die Entwicklung von Konzepten rund um die Cloud und SaaS im Vordergrund stand, wurden die Teilnehmer gebeten, einen Begriff für „die Bereitstellung von Softwarelösungen über das Internet und als Service, anstatt sie selbst zu installieren und zu pflegen“ auszuwählen: SaaS, Cloud oder Cloud-nativ. Aus den Antworten geht hervor, dass der Begriff „SaaS“ über zahlreiche Branchen hinweg am häufigsten verwendet wird: 54 % gaben ihn als bevorzugte Wahl an.

state-of-digital-twin-3


PTC weiß, dass die drei Begriffe nicht gleichbedeutend sind. Deshalb verwenden wir die folgenden Arbeitsdefinitionen:

  • Cloud: „Cloud“ ist die Kurzform von „Cloud-Computing“ und bezeichnet die Onlineverfügbarkeit und -bereitstellung verschiedener Softwareservices – insbesondere für Rechenleistung und Speicherung. Der Zugriff auf diese Services ist für beliebige autorisierte Benutzer möglich, Wartung und Überwachung erfolgen jedoch in der Regel durch einen Drittanbieter.

  • Cloud-nativ: Die Hauptkomponente einer Cloud-nativen Anwendung ist Cloud-Computing-Funktionalität. Diese Softwareanwendungen werden in verschiedenen Arten von Clouds ausgeführt, z.B. in öffentlichen oder privaten Clouds sowie im Rahmen von Hybridmodellen. Da sie ausschließlich für die Cloud entwickelt werden, gibt es selten eine On-Premises-Entsprechung mit einem komplett identischen Erlebnis.

  • SaaS: Software as a Service ist das Modell eines Abonnements, das der Benutzer abschließt und in regelmäßigen Abständen verlängert (in der Regel monatlich oder jährlich). Im Gegenzug wird ein kontinuierlich aktualisiertes und gewartetes Softwareprodukt zur Verfügung gestellt, das häufig und konsequent entsprechend verschiedenen Standards für Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit verbessert wird.

  • On-Premises: Bezieht sich in der Regel auf Softwareanwendungen, die am selben Ort installiert, gewartet und aktualisiert werden, an dem sie auch genutzt werden. Bei lokaler Software trägt der Endbenutzer den Großteil der Verantwortung für die Instandhaltung und Effektivität der Lösung.

Beschleunigte Dezentralisierung durch COVID-19

Die Möglichkeit der Fernarbeit gibt es schon seit Jahrzehnten, aber trotz der Fortschritte bei Internetgeschwindigkeit und Online-Infrastruktur haben sich die Unternehmen nur langsam auf hybride oder remotebasierte Arbeitsabläufe eingelassen. Gallup fand sogar heraus, dass einige Unternehmen – darunter auch Bundesbehörden – noch im Januar 2020 ihre Initiativen rund um Fernarbeit zurückgefahren hatten. Dann kam mit voller Wucht die Pandemie und die Diskussion stellte sich um von „kann Fernarbeit tatsächlich ... funktionieren“ auf „ich brauche Fernarbeit, um jetzt zu arbeiten“. Die Daten, die wir von den Befragten erhoben haben, spiegeln diese abrupte Verlagerung hin zu einer Politik der flexiblen Arbeit wider.

Vor COVID-19, so gaben 70 % der Befragten an, mussten die Mitarbeiter mit wenigen Ausnahmen vor Ort im Büro zur Arbeit erscheinen. Es überrascht nicht, dass diese Zahl stark gesunken ist und derzeit bei 7 % liegt, wobei nur 8 % eine Rückkehr zu einer „normalen Tätigkeit vor Ort“ erwarten, sobald die Herausforderungen der Pandemie vollständig überwunden sind. Covid hat nicht nur die Verlagerung vieler Arbeitnehmer aus dem Büro weg beschleunigt, sondern auch eine Realität geschaffen, in der die überwiegende Mehrheit der Wissens- und ähnlichen Arbeitnehmer nicht damit rechnet, jemals wieder Vollzeit ins Büro zurückzukehren.

state-of-digital-twin-3

Während die Abkehr von der Arbeit im Büro auf den ersten Blick rein kulturell bedingt sein mag, gehen die Auswirkungen weit über die soziale Dynamik hinaus. Schon seit Langem entscheiden sich die Unternehmen für Soft- und Hardware, die für den Betrieb in einer Büroumgebung ausgelegt sind. Es gab das gemeinsame Verständnis, dass sich die Menschen, unabhängig von etwaigen Besonderheiten, im Allgemeinen an einem Ort aufhalten würden: in einer zentralisierten Arbeitsumgebung. Jede interne Einkaufsentscheidung wurde mit dem ausdrücklichen Ziel getroffen, die Effizienz dieses Modells zu maximieren. Als die Pandemie kam, funktionierte dieses scheinbar zuverlässige Modell jedoch plötzlich nicht mehr.

Dies hatte nicht nur den Umzug der Mitarbeiter zur Folge, sondern auch, dass viele Unternehmen (zum Teil erhebliche) Neuinvestitionen in neue Software und Softwarefunktionen tätigen mussten. Fast drei Viertel (71 %) der Befragten gaben an, dass sie neue Softwarelösungen einführten, um die Remotezusammenarbeit zu verbessern. Die Pandemie veranlasste die Unternehmen also zu einer massiven Neuordnung ihrer Prioritäten, und als klar wurde, dass die Pandemie nicht innerhalb von sechs Wochen oder Monaten beendet sein würde, so Daten von McKinsey neben zahlreichen anderen Studien, wurden diese Investitionen noch verstärkt.

Chart 03

Die lange Dauer der Pandemie spielt eine so wichtige Rolle, da Software (wie jede Anschaffung) in Zyklen erfolgt. Kein System kann für immer perfekt sein. So gaben 74 % der Befragten an, dass sie höchstens drei Jahre lang wettbewerbsfähig wären, wenn sie ihre Softwaresysteme nicht mehr aktualisieren würden. Die Pandemie ist seit über zwei Jahren Teil des Betriebsalltags, und andere Herausforderungen, wie etwa steigende Immobilienkosten, extreme Witterungsbedingungen und zusätzliche gesundheitliche Probleme, halten die Unternehmen davon ab, über eine umfassende Rückkehr zur Arbeit vor Ort im Büro nachzudenken.

state-of-digital-twin-3

Dezentralisiertes Arbeiten war ein langsames Rinnsal, bevor die Flut der Pandemie eine massive Beschleunigung in Richtung flexibler Betriebsabläufe erzwang. Unternehmen in praktisch jeder Branche haben jetzt neue Schwerpunkte – sowohl im Hinblick auf ihre Mitarbeiter als auch auf die Finanzen –, die sich nach der jeweiligen Entwicklung richten. Die Dauer und Schwere dieses Umbruchs scheint eher eine dauerhafte Veränderung als eine kurzzeitige Erscheinung zu sein, und dies ist für die Einführung von SaaS von großer Bedeutung.

Warum SaaS für die digitale Transformation wichtig ist

SaaS ist schon seit geraumer Zeit Teil unseres täglichen Lebens, denken wir nur an Gmail. Bei Gmail handelt es sich im Grunde genommen um eine einfache SaaS-Lösung. Sie wird auf einem Server in der Cloud ausgeführt und von einem Drittanbieter kontrolliert, der Benutzern mit entsprechender Zugangsberechtigung Dienste zur Verfügung stellt. Gmail ist überall zugänglich, wo es eine Internetverbindung gibt, und wird regelmäßig aktualisiert – ganz gleich, ob sich die Verbesserungen im Rahmen der Updates auf Funktionen, die Benutzeroberfläche oder die Sicherheit beziehen. Kurzum: Fast jeder nutzt bereits seit Jahren mindestens eine SaaS-Lösung, und zwar genau aus denselben Gründen, die sie heute in so vielen Bereichen nützlich machen.

Wenn Unternehmen SaaS nutzen, kennen sie es. Etwa 80 % der Umfrageteilnehmer gaben an, dass sie mit SaaS-Lösungen vertraut sind und mindestens eine davon in der Vergangenheit oder in der Gegenwart genutzt haben bzw. nutzen. Weitere 17 % gaben an, mit SaaS vertraut zu sein, es aber noch nicht in einem Unternehmensumfeld eingesetzt zu haben. Angesichts des Beispiels von Gmail wäre es interessant, sich zu fragen, wie viele von ihnen bereits eine SaaS-Lösung genutzt haben, ohne sich dessen bewusst zu sein.

state-of-digital-twin-3

Die Effektivität von SaaS, insbesondere im Zusammenhang mit umfangreicheren Initiativen im Bereich der digitalen Transformation (DX), wird auch in den Ansichten der Befragten deutlich. Auf die Frage, ob sie SaaS für ihre DX-Bemühungen und -Strategien als wichtig erachten, gaben 79 % an, dass es wichtig sei, 33 % sogar, es sei äußerst wichtig.

state-of-digital-twin-3

All dies macht Sinn, wenn man bedenkt, wofür SaaS wirklich steht – nämlich für eine effektive Möglichkeit, Arbeitsabläufe zu dezentralisieren, ohne die Leistung der Software zu beeinträchtigen. Entsprechend autorisierte Benutzer verfügen über eine einheitliche, konstant aktualisierte Lösung, unabhängig von ihrem Standort. Die besonderen Bedingungen der Pandemie haben ein Umfeld geschaffen, in dem diese Art von Plattform nicht nur bevorzugt wird, sondern in vielen Fällen für einen störungsfreien Geschäftsbetrieb unerlässlich ist.


Die menschliche Seite der Einführung von SaaS

Der Einsatz von SaaS bietet zahlreiche Vorteile, insbesondere für die Mitarbeiter. Während früher viele vor der Idee einer mehrheitlichen Fernarbeit oder gar einer Fernarbeit in Vollzeit zurückschreckten, ist die neue Mehrheit der Meinung, dass Flexibilität für Wissensarbeiter ein wesentlicher Vorteil für die Zukunft ist.

In einer Untersuchung von Gartner gaben 43 % der Arbeitnehmer (und insbesondere 47 % der Wissensarbeiter) an, sie würden sich einen anderen Arbeitsplatz suchen, wenn sie vollständig vor Ort arbeiten müssten. Es geht aber nicht nur um die Drohung der Mitarbeiter, das Unternehmen zu verlassen. Daten haben gezeigt, dass die Ermöglichung und Förderung flexibler Arbeit echte positive Auswirkungen haben. Weitere Studien von Gartner ergaben, dass 55 % der Mitarbeiterzu Leistungsträgern wurden, wenn ihnen „radikale Flexibilität“ geboten wurde – oder zumindest die Kontrolle darüber, wo, wann und mit wem sie arbeiten.

Obwohl dies zahlreiche Vorteile mit sich bringt, ist die Umstellung nicht ganz unproblematisch, vor allem für die Remotezusammenarbeit. Die Möglichkeit, ohne örtliche Einschränkungen zu arbeiten und zu kommunizieren, wird derzeit von 71 % der Befragten als Priorität angesehen, und diese Zahl würde nur auf 62 % sinken, sollte die Pandemie in Zukunft völlig verschwinden.

state-of-digital-twin-3

Die nächste Frage verdeutlichte diesen Punkt weiter, denn die Teilnehmer wurden gefragt, wie wichtig es für Unternehmen ist, in Zukunft kontinuierlich in Funktionen für die Remote- und Hybrid-Zusammenarbeit zu investieren. Ganze 98 % halten dies für wichtig, wobei 61 % diese Priorität als äußerst wichtig bezeichnen. Diese Führungskräfte und Entscheidungsträger haben eindeutig die Vorteile erkannt, die sich aus der Aufrüstung ihrer Technologie für die Remotezusammenarbeit ergeben – anstatt sich auf Plattformen auszuruhen, die bei Ausbruch der Pandemie womöglich in aller Eile eingeführt wurden.

state-of-digital-twin-3

Die Vorteile liegen auf der Hand, vor allem, was das Wohlbefinden der Mitarbeiter anbelangt. Der Großteil (49 %) der Befragten gab an, dass sich ihre Einstellung zu Fernarbeit und flexiblen Arbeitsmethoden positiv auf die Mitarbeiterbindung ausgewirkt hat, und 50 % sagten, dass dies bei der Gewinnung neuer Talente hilfreich ist. Vor dem Hintergrund zunehmenden Fachkräftemangels nimmt die Zufriedenheit der Mitarbeiter in vielen Unternehmen einen immer höheren Stellenwert ein. Doch damit sind die Verbesserungsmöglichkeiten noch nicht ausgeschöpft. Knapp die Hälfte (49 %) ist der Meinung, dass eine flexible Einstellung zu Fern- und Hybridarbeit die Zusammenarbeit verbessert hat, und 53 % geben an, dass sich auch die Produktivität erhöht hat.

Der einzige Bereich, in dem die Position eines Unternehmens in Bezug auf Fernarbeit und flexible Arbeit offenbar keine eindeutig positiven Auswirkungen hatte, waren Innovationen, wo nur 37 % (immer noch das größte Segment) sagten, dass sie davon profitierten. Auch wenn es noch zu früh ist, um eine endgültige Aussage darüber zu treffen, ob Fern- und Hybridarbeit Innovationen begünstigen oder behindern werden, halten wir es für wichtig, die Leser an den Stand dieser SaaS-Technologien zu erinnern. Viele von ihnen befinden sich noch in den Kinderschuhen. Zum Beispiel hatte vor März 2020 kaum jemand von Zoom gehört. Seit seinem Aufstieg haben Zoom und andere ähnliche Anbieter jedoch an Entwicklungen gearbeitet, um stärkere und zuverlässigere virtuelle Arbeitsräume und Möglichkeiten für die Zusammenarbeit zu schaffen.

state-of-digital-twin-3

Viele der üblichen, traditionellen Definitionen von Arbeit und Arbeitsplatz werden infrage gestellt, was zum Großteil auf die Entwicklungen im Bereich SaaS zurückzuführen ist. Ohne SaaS-Lösungen müssten Unternehmen erhebliche finanzielle und personelle Investitionen tätigen, bevor eine echte Remotezusammenarbeit möglich wäre. Obwohl fast 66 % der Befragten befürchten, dass Fernarbeit die Unternehmenskultur infrage stellt (laut Daten der Society for Human Resource Management (SHRM)), ist es eine Tatsache, dass die Flexibilität von den Beschäftigten sehr geschätzt wird.

Untersuchungen von McKinsey haben ergeben, dass sich rund80 Millionen Amerikaner über flexible Arbeitsweisen freuen, wobei viele angaben, dass sie gern noch mehr Zeit von zu Hause aus arbeiten würden. Diese Befürchtungen von Führungskräften werden wahrscheinlich im Laufe der Zeit (zumindest bis zu einem gewissen Grad) schwinden, vor allem dann, wenn neue und umfassendere Plattformen für Fernarbeit auf den Markt kommen. Nichtsdestotrotz ist die Abkehr von der zentralisierten Arbeit real und nimmt stetig zu. Der Einsatz von SaaS für Lösungen für die Remotezusammenarbeit wird in naher Zukunft nicht nur ratsam, sondern wahrscheinlich sogar unerlässlich sein.

Die finanziellen Überlegungen bei einer SaaS-Einführung

Natürlich ist ein Wechsel zu SaaS nicht nur von Vorteil für Mitarbeiterkultur und -wohlbefinden bzw. begünstigt deren Umgestaltung, sondern es gibt auch beträchtliche finanzielle Vorteile. Es scheint jedoch unmöglich, eine so pauschale Aussage wie „SaaS spart Geld“ zu treffen, da es so viele Variablen gibt. Die Kosten für die Lösung selbst sind offenkundig ein Faktor, der sich mit praktisch jedem Anbieter ändert. Hinzu kommen noch Investitionskosten, Schulungskosten und Unterbrechungszeiten – alles Faktoren, die nahelegen, dass SaaS nicht von Natur aus teurer oder billiger ist als die derzeitigen On-Premises-Angebote.

Bei all dem findet jedoch die Zeit der Mitarbeiter, insbesondere der IT-Abteilungen, keine Berücksichtigung. Auf die Bitte, auf intuitive Weise zu bewerten, ob ihre IT-Abteilungen mehr Ressourcen für die Aufrechterhaltung des Betriebs (Aufrüstung von Software, Verwaltung der Hardwarenutzung usw.) oder für die Unterstützung neuer Geschäftsstrategien aufwenden, antworteten 68 %, dass Ersteres der Fall sei. Dies bedeutet, dass die meisten der bestbezahlten, hochspezialisierten Mitarbeiter eines Unternehmens wie digitale Hausmeister fungieren, die das anhaltende Chaos beseitigen und zugleich sicherstellen müssen, dass alles Wichtige auch morgen noch funktioniert. Wenn man bedenkt, wie viele Geschäfte im digitalen Bereich abgewickelt werden, ist es nicht praktikabel, eine solche Menge an Personal nur für die Aufrechterhaltung des Status quo abzustellen. Die IT erfüllt inzwischen mehr als eine solche reine Verwaltungsfunktion.

state-of-digital-twin-3

Diese Veränderung wird deutlich, wenn man fragt, wie IT-Abteilungen mit der allgemeinen DX-Strategie umgehen. Eine solide Mehrheit (85 %) gab an, dass die IT-Abteilung zumindest an den Entscheidungen beteiligt war, wobei 30 % sagten, dass sie die Hauptentscheidungsträger waren. Die IT bestimmt, wie sich Unternehmen in der heutigen Landschaft entwickeln, hat aber wahrscheinlich nicht die Ressourcen, um sich aktiver zu beteiligen. Es ist zwar wichtig, dass spezialisierte Experten am Tisch sitzen, um die erste Entscheidung zu treffen, das kann und sollte aber nicht ihre einzige Beteiligung sein. Die IT kann bei der Vermarktung der Lösung eine wichtige Rolle spielen, indem sie sowohl die praktischen Anwendungsmöglichkeiten aufzeigt als auch unsichere Mitarbeiter im Hinblick auf die Möglichkeiten der Lösung schult.

state-of-digital-twin-3

Dank SaaS werden viele Unternehmen ihre IT-Abteilungen in die Lage versetzen, aktivere, engagiertere und wirkungsvollere Akteure bei den laufenden Bemühungen um die digitale Transformation zu werden. Bei SaaS entfällt die Wartung, da die Plattformen von einer Drittpartei gewartet werden. Updates sind hier sehr viel einheitlicher, sodass das Unternehmen auf einer stabilen Grundlage arbeiten kann und eine Abteilung sich nicht fragen muss, warum sie etwas nicht tun kann, was andere können. Die IT wird entlastet, ohne dass auf wichtige Funktionen verzichtet werden muss. Wenn Zeit Geld ist, dann muss die IT-Abteilung entlastet werden – und SaaS ist der Schlüssel hierzu.


SaaS, CAD und PLM

Diese große Bandbreite an Verbesserungen hat viele CAD- und PLM-Benutzer dazu veranlasst, SaaS gegenüber On-Premises-Alternativen zu bevorzugen. Früher wäre eine solche Veränderung unvorstellbar gewesen. Allein die erforderliche Rechenleistung würde die Durchführung komplizierter Prozesse wie CAD-Design oder PLM-Management unmöglich machen. Die Verbesserung der Online-Infrastruktur hat jedoch das Unmögliche nicht nur möglich gemacht, sondern sogar alltäglich. Ein enormer Teil der Datenverarbeitung erfolgt heute routinemäßig in der Cloud und nicht mehr auf lokaler Hardware. Diese Verbesserung ermöglichte die Nutzung der Plattform – da viele Unternehmen ihren technischen Mitarbeitern das gleiche Maß an Freiheit und Flexibilität bieten möchten, das auch andere Wissensarbeiter haben.

state-of-digital-twin-3

Damit möchte PTC nicht sagen, dass On-Premises-Infrastrukturen keine Zukunft haben. So gibt es lokale Plattformen wie Creo und Windchill, die in absehbarer Zeit nicht verschwinden werden. Wir bieten jedoch auch Cloud-native CAD- (Onshape) und PLM-Lösungen (Arena) an, die speziell dafür entwickelt wurden, Unternehmen ohne etablierte Fertigungs- und IT-Infrastrukturen bei Innovationen und einer schnelleren Produktentwicklung zu unterstützen und die Remotezusammenarbeit zu verbessern. Windchill hat mit Windchill+ vor Kurzem eine Cloud-Version erhalten, und in Kürze sollen noch weitere Verbesserungen an bestehenden Lösungen hinzukommen. Unabhängig davon, wo sich ein Unternehmen auf seinem Weg zur Digitalisierung befindet – das vielfältige Produktportfolio von PTC ist so konzipiert, dass wir Kunden, die Innovationen anstreben und ihre Arbeitsabläufe und Leistung verbessern wollen, unterstützen können.

Anhand von Daten wie dem obigen Diagramm wird deutlich, dass Unternehmen, die mit CAD oder PLM arbeiten und SaaS dabei nicht in Betracht ziehen, ins Hintertreffen geraten könnten, da die Vorteile von SaaS-Lösungen einfach zu zahlreich sind, um sie zu ignorieren.



SaaS in der digitalen Landschaft der Zukunft

SaaS ist kein neues Konzept, aber die jüngsten Innovationen haben es für die Fertigungsindustrie nicht nur nutzbar, sondern unverzichtbar gemacht. Und es gibt noch einen weiteren Vorteil von SaaS, der in diesem White Paper zur Sprache kommen sollte: die Sicherheit. Wir bei PTC sind der Meinung, dass SaaS im Kampf gegen Cyberangriffe und bei der Gewährleistung eines höheren Standards für die Datensicherheit in Unternehmen Wunder bewirken wird. Wir können mit ganzer Überzeugung sagen: Cybersicherheit ist für viele Unternehmen ein wichtiger Schwerpunkt, und dies wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Die Umstellung auf SaaS sorgt dafür, dass diese Priorität so gründlich und kontinuierlich erfüllt wird, wie es nötig ist, damit wichtige Daten stets geschützt sind.

state-of-digital-twin-3

SaaS ist bereits ein wichtiger Eckpfeiler der digitalen Transformation. Die Pandemie hat die zahlreichen Vorteile, die SaaS-Lösungen für Unternehmen bieten können, verdeutlicht und viele bisher unbekannte und unterbewertete Möglichkeiten der Remotezusammenarbeit aufgezeigt. In diesem neuen Umfeld wird die Dezentralisierung die Norm sein, nicht die Ausnahme. Für Unternehmen, die schnell skalieren, die besten Mitarbeiter einstellen und ein einheitliches Arbeitsniveau unabhängig vom Standort sicherstellen wollen, bietet SaaS ein zu großes Potenzial, um es zu ignorieren.