Warum ist Servitization für produzierende Unternehmen so wichtig?
Führende Unternehmen im Fertigungsbereich stehen unter beispiellosem Druck durch den globalen Wettbewerb, sinkende Margen und sich wandelnde Kundenerwartungen. Die Servitization begegnet diesen Herausforderungen durch die Schaffung differenzierter Wertversprechen, die von Wettbewerbern nicht ohne Weiteres kopiert werden können. Serviceumsätze bieten in der Regel höhere Margen als Produktverkäufe, sorgen für vorhersehbare wiederkehrende Einnahmen und stärken die Kundenbindung durch kontinuierliche Beziehungen. Mit der zunehmenden Reife digitaler Technologien können Hersteller nun anspruchsvolle Dienstleistungen in großem Maßstab anbieten, wodurch die Servitization nicht nur rentabel, sondern für langfristiges Wachstum unverzichtbar wird.
Wichtige Faktoren für die Umsetzung der Servitization in der Fertigung
Steigerung der Serviceumsätze
Die Servitization schafft über den ursprünglichen Produktverkauf hinaus mehrere Einnahmequellen. Wartungsverträge, Leistungsgarantien, Schulungsdienstleistungen und digitale Lösungen generieren wiederkehrende Einnahmen, die Schwankungen bei den Einnahmen ausgleichen. Die Margen für Dienstleistungen übersteigen in der Regel die Margen für Produkte und sorgen so für ein nachhaltiges Gewinnwachstum.
Mitarbeiterauslastung
Serviceorientierte Geschäftsmodelle maximieren die Effizienz der Belegschaft, indem sie qualifizierte Techniker für höherwertige Tätigkeiten einsetzen. Anstelle von reaktiven Reparaturen konzentrieren sich die Techniker auf vorbeugende Wartung, Kundenberatung und Leistungsoptimierung. Digitale Arbeitsanweisungen und Fernsupportfunktionen ermöglichen es den Außendienstteams, komplexe Probleme schneller zu lösen und gleichzeitig Reisekosten und Reaktionszeiten zu reduzieren.
Kundenbindung verbessern
Laufende Servicebeziehungen verursachen Umstellungskosten, die die Kundenbindung verbessern. Wenn Hersteller durch Leistungsverträge und kontinuierlichen Support zu einem integralen Bestandteil der Kundenabläufe werden, entwickeln Kunden Abhängigkeitsbeziehungen, die die Abwanderung reduzieren.
Verbessern Sie die Service-Anschlussraten
Integrierte Serviceangebote erhöhen den Anteil der Produktverkäufe, die Servicekomponenten enthalten. Durch den Nachweis eines klaren Mehrwerts durch vorausschauende Wartung, Leistungsüberwachung und garantierte Verfügbarkeit verwandeln Hersteller einmalige Käufer in langfristige Serviceabonnenten.
Kundenzufriedenheit
Serviceorientierte Beziehungen ermöglichen es Herstellern, die Bedürfnisse ihrer Kunden besser zu verstehen und effektiver darauf einzugehen. Durch kontinuierliche Überwachung erhalten sie Einblicke in Nutzungsmuster, Leistungsprobleme und Optimierungsmöglichkeiten, die zu besseren Kundenergebnissen führen. Proaktive Serviceleistungen verhindern Probleme, bevor sie sich auf den Betrieb der Kunden auswirken, was zu einer höheren Zufriedenheit und stärkeren Geschäftsbeziehungen führt.
Aftermarket-Lebensdauer
Servitization erweitert die profitable Beziehung zu Kunden über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg. Serviceverträge, Upgrades, Nachrüstungen und eventuelle Ersatzmöglichkeiten schaffen Wertströme, die über den ursprünglichen Verkauf hinaus noch Jahre andauern. Diese erweiterte Bindung erhöht den Customer Lifetime Value im Vergleich zu herkömmlichen Transaktionen, die sich ausschließlich auf Produkte beziehen.
Beispiele für Servitization in der Fertigung
Service Lifecycle Management (SLM)
Als umfassende Plattform, die das gesamte Service-Ökosystem von der ersten Kundenkontakt bis hin zum laufenden Support verwaltet, optimieren SLM-Lösungen den Servicebetrieb, verbessern die Produktivität der Techniker und ermöglichen datengestützte Servicestrategien, die die Kundenzufriedenheit und Rentabilität steigern.
Produktlebenszyklusmanagement (PLM)
Die Integration von Produktdesign und Servicebereitstellung stellt sicher, dass Produkte auf Wartungsfreundlichkeit ausgelegt sind. PLM-Plattformen ermöglichen es Herstellern, Serviceaspekte in die Produktentwicklung einzubeziehen und so Angebote zu schaffen, die für langfristige Kundenbeziehungen und die Generierung von Serviceumsätzen optimiert sind.
Application Lifecycle Management (ALM)
Softwareentwicklungsfähigkeiten ermöglichen es Herstellern, digitale Serviceanwendungen zu erstellen und komplexe Service-Software-Ökosysteme zu pflegen. ALM stellt sicher, dass Serviceanwendungen aktuell und sicher bleiben und den sich wandelnden Kundenbedürfnissen entsprechen.
Internet of Things (IoT)
Die Funktionen vernetzter Geräte bieten Echtzeit-Einblick in die Leistung von Anlagen, Nutzungsmuster und Wartungsbedarf. IoT-Plattformen ermöglichen vorausschauende Wartung, Fernüberwachung und datengestützte Serviceoptimierung, die die Grundlage für fortschrittliche Servitization-Strategien bilden.
Weitere Informationen
Erfahren Sie, wie Servigistics mit speziell entwickelten industriellen KI-Innovationen die Optimierung der Service-Lieferkette revolutioniert.
Erfahren Sie, wie ServiceMax die Erbringung von Dienstleistungen mit Arbeitsmanagement, Automatisierung, vorbeugender Wartung, Vertragsmanagement, mobilen Tools und Self-Service auf einer einzigen Plattform ermöglicht.
Erfahren Sie, wie Sie mit standardisierten, sofort einsatzbereiten Funktionen aus einem umfassenden Portfolio an zentralen PDM- und fortschrittlichen PLM-Anwendungen schnell einen Mehrwert erzielen können.