Blogs 5 Erkenntnisse vom Electronics & Hightech Industry Exchange 2026

5 Erkenntnisse vom Electronics & Hightech Industry Exchange 2026

10. Juni 2026 Digitale Branchenlösungen

Dr. Tobias Fürtjes verantwortet bei PTC seit April 2022 das Business Development Management für den Elektronik und High-Tech Markt in Europa (EMEAI). Entlang der Wertschöpfungskette dieser Branche – Halbleiter / elektronische Bauteile / Steuerung- und Automatisierungssysteme / komplexe elektronische Systeme und elektrische Konsumgüter – entwickelt er dabei Lösungskonzepte auf Basis der Digitalen Transformation die kundenspezifische Herausforderungen, wie zum Beispiel Entwicklungs- und Produktionseffizienz, Nachhaltigkeit, Lieferkettenengpässe oder auch Businessmodellen im Metaverse, adressieren.

Dr. Tobias Fürtjes studierte Elektrotechnik und Wirtschaftswissenschaften an der RWTH Aachen und promovierte am Werkzeugmaschinenlabor (WZL) der RWTH Aachen zum Themengebiet Industrie 4.0. Im Anschluss an seine Promotion leitet er 3 Jahre die Forschungsabteilung eines Weltmarktführers im Bereich industrieller Sensorik, bevor er im Jahr 2019 seine erste Stelle im Solutions Consulting Team bei PTC antrat.

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Innovationsdruck, steigende Produktkomplexität und der konkrete Einsatz von KI prägten die Agenda der PTC Electronics & Hightech Industry Exchange 2026 im Zumtobel Group Lichtforum in Dornbirn. Bei den Vorträgen und Gesprächen zahlreicher Vertreter führender Unternehmen wurde deutlich: Nachhaltiger Erfolg entsteht nicht durch einzelne Technologien, sondern durch die Fähigkeit, Strategie, Daten, Prozesse und Menschen über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg zu verbinden. 

Die fünf zentralen Erkenntnisse der Electronics & Hightech Industry Exchange:

1. Innovation skaliert, wenn Strategie und Umsetzung verbunden sind

Die zentrale Herausforderung besteht nicht darin, Innovation zu ermöglichen. Entscheidend ist es vielmehr, Innovation in komplexen Organisationen und unter sich schnell verändernden Rahmenbedingungen skalierbar zu machen. 

Dabei schafft weder Strategie noch Technologie allein einen Wettbewerbsvorteil. Sie müssen in Produktentwicklung, Engineering, Produktion und Service auch tatsächlich umgesetzt werden. 

Zumtobel machte anhand seiner CAD- und PLM-Historie deutlich, dass technologische Werkzeuge ihren Wert erst im Zusammenspiel mit Produkt- und Technologieentscheidungen, Organisation, Prozessen sowie Unternehmenskultur entfalten. Dann jedoch ermöglichen sie, Engineering-Wissen unternehmensweit nutzbar zu machen, Varianten beherrschbar zu gestalten, Prozesse zu harmonisieren und Innovation zu skalieren.

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Digital Thread: Ein Wegbereiter der digitalen Transformation

Ein Digital Thread ist unerlässlich, um Herausforderungen zu meistern und Mehrwert zu erschließen.

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2. Komplexität lässt sich nicht eliminieren, aber beherrschen

Die Komplexität steigt nicht nur aufgrund zunehmender Varianten und Softwareanteile, Regulatorik oder geopolitischer Instabilität. Auch viele Unternehmen selbst sind hochkomplex: Verschiedene Geschäftsbereiche oder Akquisitionen sind häufig global verteilt und arbeiten mit eigenen Prozessen und historisch gewachsene Systemlandschaften, Engineering-Disziplinen sind organisatorisch und technologisch getrennt und isolierte Datenquellen prägen den Alltag.

Die Erkenntnis aus den Gesprächen: Erfolgreiche Unternehmen versuchen nicht, Komplexität vollständig zu eliminieren. Sie schaffen Transparenz, Rückverfolgbarkeit und Steuerbarkeit – mit durchgängigen Datenmodellen, integrierten Prozessen und einer gemeinsamen Sicht auf Anforderungen, Produktdefinitionen, Varianten, Tests, Fertigung und Service.

Iveco Group zeigte, wie agiles Systems Engineering, Product Line Engineering, Anforderungs- und Variantenmanagement helfen können, Innovation zu skalieren und dabei die Kontrolle über die Produktkomplexität zu behalten. Hierfür ersetzte Iveco dokumentenbasierte, projektbezogene Ansätze durch digitale, modellbasierte Strukturen, in denen Anforderungen, Varianten, Systeme und Stücklisten konsistent miteinander verbunden sind.

Rohde & Schwarz setzt auf ein gezieltes Komplexitätsmanagement, das sich konsequent durch Portfolio- und Geschäftsmodellentscheidungen sowie die Unternehmenskultur zieht. Den Erfolg zeigte ein Beispiel: Die Reduzierung von Features eines ASICs auf Basis von Kundenfeedback verkürzte den R&D-Aufwand um ein ganzes Jahr.

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Produktkomplexität effektiv bewältigen

Produkte werden komplexer, da sie immer mehr Software, Hardware & Vernetzungsfunktionen enthalten.

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3. Der Intelligent Product Lifecycle ist das verbindende Element

Wenn Innovation an Komplexität scheitert, liegt das nicht an einer einzelnen Stelle, sondern an vielen Brüchen: zwischen Strategie und Umsetzung, zwischen Engineering-Disziplinen und Geschäftsbereichen, zwischen Systemen und Datenquellen. Hier setzt PTC mit seiner Vision des Intelligent Product Lifecycle an. Ausgehend von einer soliden Produktdatenbasis im Engineering können Unternehmen den Wert dieser Daten in der gesamten Organisation nutzbar machen. So verbindet der Intelligent Product Lifecycle Daten, Workflows und Entscheidungen über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg. 

Wie dies in der Praxis aussehen kann, zeigte Hitachi Energy. Das Unternehmen schafft eine globale Quelle für Produktdaten, von Zeichnungen und 3D-Modellen über Stücklisten und Qualifikationen bis zur Produktion. Ergänzt durch digitale Qualitätsprozesse und Rückverfolgbarkeit über die Wertschöpfungskette hinweg entsteht Transparenz, die weit über klassische Produktdatenverwaltung hinausgeht und zur weltweiten Harmonisierung aller Unternehmensprozesse beiträgt. 

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Der "Intelligent Product Lifecycle"

Treiben Sie Ihre Transformation mit dem intelligenten Produktlebenszyklus voran

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4. KI entfaltet ihren Wert dort, wo sie in Prozesse eingebettet ist

Der Intelligent Product Lifecycle liefert zudem die kontextsensitiven Daten, wie sie für KI-Anwendungen benötigt werden. Diese entfalten den größten Nutzen, wenn sie in die Arbeitsprozesse eingebettet sind. Schneider Electric stellte vor, wie KI im Service Mitarbeitende mit relevanten Informationen und Empfehlungen unterstützt. Das ermöglicht nicht nur effizienteres Arbeiten, sondern macht aus dem Service einen Treiber für Wertschöpfung. Nanga Systems präsentierte, wie Testmanagement und Ressourcenplanung durch die Integration von Codebeamer und Smartsheet effizienter werden können. NVIDIA rückte mit Physical AI und Omniverse die nächste Stufe der industriellen Digitalisierung in den Fokus – dort, wo Simulation, digitale Zwillinge, Robotik und Fertigung enger zusammenwachsen.

Die zentrale Erkenntnis: KI ist kein Ersatz für gute Prozesse und saubere Daten. Sind diese aber vorhanden, ermöglicht KI bessere Entscheidungen, höhere Automatisierung und neue Geschäftsmodelle.

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KI bei PTC

PTC ermöglicht skalierbare, sichere und vertrauenswürdige KI, die messbaren Mehrwert liefert.

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5. Geschwindigkeit entsteht nicht durch Abkürzungen, sondern durch Verbindung

Geschwindigkeit wird häufig als Zielkonflikt zu Qualität verstanden. Die Gespräche auf der Electronics & Hightech Industry Exchange zeichneten jedoch ein anderes Bild: Entsteht Geschwindigkeit durch die Verbindung von Daten, Prozessen und Disziplinen, erfordert sie keine Kompromisse.

Rohde & Schwarz konnte seine Time-to-Market messbar verbessern, indem Komplexität reduziert, Prioritäten geschärft und Entwicklungsprozesse stärker an Kunden- und Geschäftswirkung ausgerichtet wurden. Hitachi Energy hat mit einer einheitlichen Datenbasis und digitalen Qualitätsprozessen Transparenz über seine globalen Produktions- und Liefernetzwerke geschaffen. Die Iveco Group nutzt modellbasierte Ansätze und Variantenmanagement, um Innovation auch bei wachsender Systemkomplexität zu skalieren.

Die gemeinsame Botschaft: Unternehmen werden nicht schneller durch die Optimierung einzelner Prozessschritte, sondern wenn Informationen verfügbar sind, wo und wann sie benötigt werden. Wenn Teams über Disziplinen und Standorte hinweg auf dieselbe Datengrundlage zugreifen. Und wenn Änderungen mit ihren Auswirkungen verstanden werden. 

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Datensilos erfolgreich abbauen

Erfahren Sie, was Datensilos sind und wie man sie erfolgreich aufbricht.

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Fazit: Innovation braucht ein verbundenes System

Die Electronics & Hightech Industry Exchange 2026 hat gezeigt: Die Branche steht vor dem nächsten Reifegrad der digitalen Transformation. KI, Systems Engineering, Variantenmanagement, digitale Qualitätsprozesse und globale Produktdatenplattformen sind keine isolierten Initiativen mehr. Ihr Wert entsteht dort, wo sie miteinander verbunden werden.

Wer Strategie und Umsetzung, Menschen und Prozesse, Systeme und Daten über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg zusammenführt, kann Komplexität beherrschbar machen, Entscheidungen verbessern und Innovation schneller in messbaren Geschäftswert übersetzen. Der Intelligent Product Lifecycle bietet hierfür einen klaren Bezugsrahmen: als datenbasierte, prozessorientierte und KI-gestützte Grundlage für resilientere und innovationsfähigere Unternehmen.

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Der Intelligent Product Lifecycle von PTC

Der intelligente Produktlebenszyklus unterstützt eine schnellere Time-to-Market, geringere Kosten und qualitativ hochwertigere Produkte. Mehr erfahren
Dr. Tobias Fürtjes

Dr. Tobias Fürtjes verantwortet bei PTC seit April 2022 das Business Development Management für den Elektronik und High-Tech Markt in Europa (EMEAI). Entlang der Wertschöpfungskette dieser Branche – Halbleiter / elektronische Bauteile / Steuerung- und Automatisierungssysteme / komplexe elektronische Systeme und elektrische Konsumgüter – entwickelt er dabei Lösungskonzepte auf Basis der Digitalen Transformation die kundenspezifische Herausforderungen, wie zum Beispiel Entwicklungs- und Produktionseffizienz, Nachhaltigkeit, Lieferkettenengpässe oder auch Businessmodellen im Metaverse, adressieren.

Dr. Tobias Fürtjes studierte Elektrotechnik und Wirtschaftswissenschaften an der RWTH Aachen und promovierte am Werkzeugmaschinenlabor (WZL) der RWTH Aachen zum Themengebiet Industrie 4.0. Im Anschluss an seine Promotion leitet er 3 Jahre die Forschungsabteilung eines Weltmarktführers im Bereich industrieller Sensorik, bevor er im Jahr 2019 seine erste Stelle im Solutions Consulting Team bei PTC antrat.

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