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Stärkung vielfältiger globaler Teams bei ZF

8. Juni 2022
Erfahren Sie, wie ZF, ein führender Automobilzulieferer, PLM nutzt, um Daten auszutauschen, seine IT-Umgebungen zu vernetzen und Informationssilos zu durchbrechen, um die Effizienz zu steigern.

00:04 Das gesamte Ökosystem im Automobilbau entwickelt sich rasant. Es gibt Dutzende aufstrebender Automobilbauer und Zulieferer, die um Wettbewerbsfähigkeit kämpfen. Fahrzeugsoftware wird heutzutage per Funk aktualisiert. Elektrifizierung hat Eingang in den Alltag gefunden. Wasserstoffzellen, Car Sharing, autonomes Fahren – alles geschieht im Handumdrehen. Unternehmen müssen sich rasch anpassen und die Zusammenarbeit muss nahtlos funktionieren.

00:35 Eins dieser Unternehmen ist ZF, einer der größten und renommiertesten Tier-1-Automobilzulieferer. ZF steht an der Spitze dieser Innovation. ZF entwickelt, fertigt und wartet Antriebsstränge, Fahrgestelle und Sicherheitssysteme für Pkw, Lkw, Busse und Motorräder. Um trotz des raschen Wandels in der Branche wettbewerbsfähig zu bleiben, muss ZF Schritt halten und sich anpassen. Wolfgang Ruedell arbeitet schon seit über 20 Jahren bei ZF

01:08 und hat im Lauf seiner Karriere schon alles gemacht: von der Konstruktion von Scheibenbremsen über die technische Qualitätssicherung bis hin zum Vertrieb neuer technischer Produkte. Derzeit arbeitet er in der Division „Elektronik“ und spricht darüber, wie ZF alles auf Digitalisierung ausgerichtet und damit eine radikale Umstrukturierung fast aller seiner Geschäftsmodelle, Prozesse, Produkte und Dienstleistungen erzielt hat.

01:40 Bei uns gab es in den letzten Jahren große Veränderungen. Wir kommen vom traditionellen Spartendenken: OK, da gibt es die Division „Aktive Sicherheitstechnik“, die Bremssysteme verkauft, oder die Division C, die Federungen verkauft. Jetzt arbeiten wir eher in so genannten Systemhäusern, wo alle Divisionen zusammen an einem Produkt arbeiten und es diese Grenzen nicht mehr gibt.

02:11 Es gibt mehr virtuelle Teams weltweit mit der Einstellung: Wir müssen dieses eine System zum Kunden bringen. Sie setzen Windchill unternehmensweit ein. Aber inwiefern hilft es Ihnen? Da wir jetzt alle am gleichen System arbeiten und die gleichen Daten nutzen, gibt es nur noch einen Workflow. Wir entwickeln die Steuereinheit oder Platine für einen elektronischen Bremsverstärker.

02:41 Die Division „Aktive Sicherheitstechnik“ nimmt unser Produkt, unsere Stückliste, in ihre Stückliste auf. Und wenn wir etwas ändern, sehen wir direkt, wie es sich auf ihre Produktion auswirkt. Also können wir sie viel früher in Konstruktionsentscheidungen und Änderungsprozesse einbeziehen und umgekehrt genauso. Wenn es bei der Installation unserer Platine in ihr Produkt Probleme gibt, kann sie eine Änderung unserer Komponente direkt anfordern.

03:11 Es geht um die Zusammenarbeit am gleichen Datenset, sodass man Auswirkungen sofort erkennt. Derzeit gibt es Anstrengungen, auch die IT-Landschaft von ZF durch Vernetzung der verschiedenen CAD-Tools zu vereinheitlichen. Bei der Entwicklung achten wir darauf, was uns den größten Nutzen verspricht. Deshalb haben wir verschiedene MCAD-Tools im Einsatz, aber nur eins für ECAD. Software-seitig gibt es eine sehr starke „Software für ZF“-Initiative für eine harmonisierte Softwareentwicklung.

03:44 Aber letztendlich läuft alles auf das Produkt hinaus und wir vernetzen die CAD-Systeme in Windchill, um die BOM-Struktur aus der CAD-Struktur ableiten zu können. Ebenso können wir bei BOM-Aktualisierungen automatisch die CAD-Daten aktualisieren. Es gibt ein einziges Datenset für ein Produkt und wir versuchen derzeit, es mit weiteren Daten zu einem digitalen Zwilling zusammenzuführen. Der Hauptvorteil von Windchill liegt für uns in der Offenheit. Wir sind nicht gezwungen, nur ein CAD- oder

04:15 Anforderungssystem zu verwenden, sondern können die besten nutzen. Nadine Grohs ist bei ZF Configuration Manager für hochmoderne Lenksysteme der nächsten Generation, mit der sich Autos bei scharfen Kurven im Stadtverkehr agiler denn je lenken lassen. Sie sagt, dass viele ihrer Kunden die eingebettete Software anpassen wollen. Diese Kundenwünsche zu erfüllen, erfordert Kooperation und die Zusammenarbeit mit Wolfgangs Division „Elektronik“.

04:45 Man muss mit anderen Divisionen bei ZF zusammenarbeiten, zum Beispiel der Division „Elektronik“. Wie geht das? Die zuständige Abteilung erstellt eine neue Änderungsanforderung im Windchill-System, in der sie Anforderung und Anforderungsnummer des Kunden dokumentiert. Das ist sehr zuverlässig und rückverfolgbar. Ich kann auch die Division U, also unser Elektronikteam, direkt in die Änderungsanforderung einbeziehen,

05:19 sodass sie mit uns im System an diesem Werkstück arbeiten kann. Die Dokumente können wir gemeinsam nutzen, sodass alle den gleichen Informationsstand und Zugriff auf die gleichen Dokumente haben. Dann können wir die Entscheidung direkt in die betreffende Änderungsanforderung aufnehmen, sodass dort alle Informationen beisammen sind. Schneller Informationsaustausch ist wichtig, aber mit einem Sicherheitsrisiko verbunden, zumal wenn verteilte Teams zusammenarbeiten.

05:50 Von Wolfgang wollte ich mehr dazu erfahren. Wie gehen Sie beim Datenaustausch mit Kunden und Partnern, also außerhalb der Firewall, damit um? Wir haben in Windchill ein sehr strenges Zugriffssteuerungsmodell implementiert, bei dem wir intern sehen können, was wir sehen müssen. Ich kann also nach etwas suchen und wenn die Division R bzw. „Insassensicherheit“ es hat,

06:21 kann ich es wiederverwenden. Es gibt keine Sperren für mich als internen Nutzer. Aber bei der Zusammenarbeit mit unseren Partnern, zum Beispiel bei der Entwicklung von LIDAR-Sensoren, können diese in Windchill nur ihr eigenes Datenset sehen. Wir nutzen den Projekt-Link zum Datenaustausch und können steuern, was sie sehen und was nicht. Sie setzen Windchill also in der Out-of-the-Box-Variante mit Standardprozessen ein. Aber für rollen- und aufgabenbasierte Anwendungen

06:54 nutzen Sie ThingWorx zur Datenbereitstellung. Wir versuchen, bei Windchill Anpassungen zu vermeiden und auf eine ThingWorx-Anwendung zurückzugreifen, die wir besser steuern und für die wir eine bessere Benutzerführung bieten können. Man kann eine Anwendung für eine kleine Benutzergruppe sehr schnell und effektiv erstellen. Versucht man das mit einer Windchill-Anpassung, hat man einen großen Entwicklungs-, Test-, Akzeptanztest- und Build-Steuerungsaufwand.

07:26 Ich hätte nie gedacht, dass ich in einem Jahr 24 eigenständige Anwendungen für Windchill würde entwickeln können, aber ich bin mitten drin. In den letzten drei Woche habe ich sechs neue herausgebracht. Angesichts dieses unglaublich raschen Wandels muss ZF auch darauf achten, dass seine Fabriken die richtigen Produkte an die Kunden liefern und keine wichtigen Informationen fehlen. Derzeit läuft in den Fabriken von ZF eine umfangreiche Initiative

07:57 zur Implementierung einer digitalen Fabrik, damit wir nicht wie früher Seiten ausdrucken und an Tafeln aushängen müssen. Im Rahmen der Qualitätssicherung senken wir die Fehlerrate. Mit AR – wir können uns nicht 8 Stunden lang auf die gleiche Aufgabe konzentrieren, das ist nicht menschenmöglich – aber mit AR können wir solche repetitiven Aufgaben komplett automatisieren. Mit AR geht man einfach mit einem tragbaren Gerät um das Produkt herum und kann alles abarbeiten.

08:29 Früher musste man die Kamera zur Hand nehmen, die Aufnahmen machen, dann die Dateien auf den PC übertragen und die richtige Seriennummer angeben. Das ist jetzt alles komplett automatisiert und zusätzlich führen wir eine Plausibilitätsprüfung durch, ob Beschriftung und Produktform zueinander passen, was zuvor nicht möglich war. Als weltweit führender Automobilzulieferer ist sich ZF auch seiner Umweltauswirkungen bewusst und hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2040 Klimaneutralität zu erreichen und die CO2-Emissionen

09:02 seiner Fabriken bis 2030 um 80 % zu senken. Wir wollen so bald wie möglich CO2-neutral sein. Windchill hilft uns dabei durch Berechnung des CO2-Fußabdrucks unserer Produkte. Außerdem wollen wir den Fußabdruck möglichst früh in der Entwicklung berechnen und bei unseren Konstruktionsentscheidungen auch die Auswirkungen auf den CO2-Fußabdruck berücksichtigen. Mit Windchill-Daten kann man jetzt prognostizieren, wie das echte Produkt aussehen wird. Dann kann man die

09:33 Daten in ein CO2-Kalkulations-Tool einlesen und diverse Konstruktionsoptionen berechnen. Welche hat den besten CO2-Fußabdruck? Bei neun Divisionen und 150.000 Beschäftigten in aller Welt bleibt eine Umstrukturierung dieser Größenordnung nicht ohne Herausforderungen. Wie passen sich die Leute daran an? Wir hatten hier im Copeland-Werk gerade eine neue Initiative hinsichtlich der Zukunft

10:03 von Copeland als innovativem ZF-Standort insgesamt. Auch die Gewerkschaften helfen mit, die Zukunft der verschiedenen Standorte zu gestalten, und das hilft den Menschen, vor allem in der Produktion oder in einfachen Jobs, diese Veränderungen mitzutragen. Sie sind in alles involviert. Wenn man involviert ist und den Nutzen sieht, nicht nur für ZF, sondern auch für einen selbst, mit all diesen neuen

10:33 Chancen, all diesen erstaunlichen neuen Arbeitsmöglichkeiten, dann gelingt es, die Leute zu überzeugen, dass Anpassung etwas Gutes ist. Was bedeutet das für Sie persönlich? Für mich ist die Mitwirkung an dieser ganzen Windchill-Implementierung seit 2012 eine eindrucksvolle persönliche Erfahrung. Wir arbeiten weltweit zusammen, um etwas Unglaubliches zu erreichen. Nach meinem ersten Windchill 10.1-Workshop

11:04 sagte mein Chef, das würde nie klappen, das würden wir nie schaffen. Aber mit tollen Kollegen weltweit schaffen wir es und ich bin dabei. Wir haben die Grundlagen gelegt und wachsen weiter. Jeder einzelne Tag bringt neue Chancen. Wie ich schon sagte: sechs neue ThingWorx-Anwendungen in den letzten drei Wochen! Es macht richtig Spaß, etwas zu erreichen, und ich bin ein Mensch, der von Erfolg motiviert wird.

11:38 Die Neuerungen bei ZF stehen für die aufregende Geschichte einer digitalen Transformation mit PLM als Grundlage für die Entwicklung einer neuen Generation sauberer, sicherer und erschwinglicher Fahrzeuge. ZF revolutioniert Geschäftsmodelle, Prozesse, Produkte und Dienstleistungen für eine bessere und schönere Zukunft ohne Emissionen, Unfälle und Ausfallzeiten.

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