Was ist die Medizinprodukteverordnung der Europäischen Union (EU-MDR)?
Die Medizinprodukteverordnung der Europäischen Union (EU-MDR), offiziell bekannt als Verordnung (EU) 2017/745, ist ein umfassender Rechtsrahmen, der die Sicherheit, Leistungsfähigkeit und Qualität von in der EU in Verkehr gebrachten Medizinprodukten regelt. Die EU-MDR ersetzt die bisherige Medizinprodukterichtlinie (MDD) und führt strengere Anforderungen an die klinische Bewertung, die Überwachung nach dem Inverkehrbringen und die technische Dokumentation ein. Sie zielt darauf ab, die Patientensicherheit zu erhöhen, für mehr Transparenz zu sorgen und die Rückverfolgbarkeit über den gesamten Lebenszyklus von Medizinprodukten zu verbessern. Die Einhaltung dieser Vorschriften ist für alle Hersteller von Medizinprodukten verpflichtend, die ihre Produkte in der EU vermarkten möchten.
Wen betrifft die EU-MDR?
Die EU-MDR betrifft alle Akteure im Bereich der Medizinprodukte, darunter Hersteller, Importeure, Händler und Bevollmächtigte. Sie gilt für alle in der EU verkauften Medizinprodukte der Klassen I bis III, einschließlich implantierbarer Produkte und bestimmter ästhetischer Produkte, die in Anhang XVI aufgeführt sind. Unternehmen müssen die Einhaltung strengerer regulatorischer Anforderungen, die Erstellung der technischen Dokumentation sowie die Verpflichtungen zur Marktüberwachung sicherstellen.
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Wichtige Anforderungen der EU-MDR
Eindeutige Produktkennzeichnung (UDI)
Die EU-MDR schreibt die Verwendung der UDI vor, um die Rückverfolgbarkeit von Medizinprodukten entlang der gesamten Lieferkette zu verbessern. Dieses System trägt dazu bei, Medizinprodukte eindeutig und einheitlich zu identifizieren, wodurch die Marktüberwachung und die Effizienz von Rückrufaktionen verbessert werden.
Qualitätsmanagementsysteme (QMS)
Hersteller müssen ein robustes Qualitätsmanagementsystem (QMS) einführen und aufrechterhalten, das der Norm ISO 13485 entspricht. Dies gewährleistet die konsequente Einhaltung der behördlichen Anforderungen vom Entwurf und der Entwicklung bis hin zur Produktion und den Aktivitäten nach dem Inverkehrbringen.
Anforderungen an klinische Nachweise
Die EU-MDR verlangt eine umfassende klinische Bewertung und den Nachweis der Sicherheit und Leistungsfähigkeit des Produkts. Dazu gehören klinische Untersuchungen, klinische Nachbeobachtungen nach dem Inverkehrbringen sowie die kontinuierliche Datenerhebung zur Gewährleistung der fortlaufenden Konformität.
Postmarket Surveillance (PMS)
Die EU-MDR verpflichtet Hersteller dazu, die Leistung ihrer Produkte nach der Markteinführung proaktiv zu überwachen. Dazu gehört die Erfassung und Analyse von Daten aus der Praxis, um Risiken zu erkennen, die fortlaufende Konformität sicherzustellen und die Patientensicherheit zu gewährleisten.
Verantwortlicher für die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften (PRRC)
Jeder Hersteller muss eine qualifizierte Person benennen, die für die Einhaltung der EU-MDR verantwortlich ist. Diese Rolle ist entscheidend für die Überwachung der regulatorischen Verpflichtungen und der Qualitätssicherungssysteme.
Erweiterter Anwendungsbereich
Die EU-MDR erweitert ihren Geltungsbereich auf bestimmte nichtmedizinische und ästhetische Produkte, die in Anhang XVI aufgeführt sind. Diese Produkte müssen nun ähnliche Sicherheits- und Leistungsanforderungen erfüllen wie herkömmliche Medizinprodukte.
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Codebeamer vereinfacht die Einhaltung der EU-MDR-Vorschriften durch integrierte Vorlagen für das Risikomanagement, die Rückverfolgbarkeit von Anforderungen und auditfähige Dokumentation.
PLM- und ALM-Technologien spielen eine entscheidende Rolle dabei, Medizintechnikunternehmen dabei zu unterstützen, Komplexität zu bewältigen, die Rückverfolgbarkeit sicherzustellen und die Einhaltung der EU-MDR zu gewährleisten.
PLM: Durchgängige Produkttransparenz
PLM-Systeme wie Windchill ermöglichen eine zentralisierte Verwaltung von Produktdaten, technischen Unterlagen und Änderungsprozessen – ein entscheidender Faktor für die Erfüllung der Anforderungen der EU-MDR.
ALM: Integrierte Anforderungs- und Risikosteuerung
ALM-Tools wie Codebeamer optimieren das Anforderungsmanagement, die Risikoanalyse und die Rückverfolgbarkeit und gewährleisten so die Audit-Bereitschaft sowie die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften.