Enterprise-Resource-Planning-Lösungen (ERP) bilden das datentechnische Rückgrat für wichtige Geschäftsfunktionen wie Personalwesen, Finanzen, Lieferkette und Fertigung. Durch die Zusammenführung verschiedener Geschäftsbereiche in einem einzigen Datensystem ermöglichen ERP-Systeme eine effiziente Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen.
Viele Unternehmen setzen jedoch nach wie vor auf Altsysteme – veraltete Plattformen, die oft nicht mehr zeitgemäß sind. Diesen Systemen fehlt es in der Regel an der Flexibilität, die für ein sich weiterentwickelndes Unternehmen erforderlich ist.
Branchenstudien zeigen, dass veraltete ERP-Systeme oft ein erhebliches Hindernis für die digitale Transformation darstellen und die Fähigkeit eines Unternehmens einschränken, Daten zu integrieren und moderne Technologien einzuführen.
Dieser Artikel beleuchtet zudem die zentralen Herausforderungen veralteter ERP-Systeme und erklärt, warum Unternehmen auf moderne ERP-Lösungen umsteigen.
Warum ist Enterprise Resource Planning so wichtig?
Erfahren Sie, wieso ERP-Systeme für Hersteller ein Hauptfaktor für kontinuierliche Innovation sind.
Mehr erfahrenModernes ERP vs. veraltetes ERP: Was ist der Unterschied?
Veraltete und moderne ERP-Systeme unterscheiden sich in vier wesentlichen Bereichen:
Bereitstellung: Legacy-Systeme sind auf Vor-Ort-Installationen beschränkt, was Echtzeit-Updates über mehrere Standorte hinweg erschwert. Moderne ERPs nutzen Cloud-Server für nahtlose, gleichzeitige Upgrades.
Zugänglichkeit: Der Zugriff auf Legacy-Systeme ist auf Desktops in einem lokalen Netzwerk beschränkt. Moderne ERPs ermöglichen den Zugriff von jedem Gerät und jedem Ort aus und unterstützen so globale Teams.
Daten: Legacy-Systeme basieren auf verzögerter Batch-Berichterstattung. Moderne Plattformen bieten dynamische Echtzeit-Analysen.
Technologie: Legacy-Software verwendet veraltete Programmierung, die oft manuelle Workarounds erfordert. Moderne ERPs nutzen Standardsprachen wie Java oder HTML, um die Funktionen des Frameworks zu optimieren.
Cloud-basierte ERP-Plattformen werden zunehmend bevorzugt, da sie skalierbar sind, Echtzeit-Einblicke ermöglichen und die Abhängigkeit von lokaler Infrastruktur verringern.
Die größten Herausforderungen bei veralteten ERP-Systemen
Der Einsatz veralteter Software birgt mehrere Risiken, die zu langfristigen betrieblichen Ineffizienzen führen können.
Mangelnde Skalierbarkeit und Anpassungsfähigkeit
Leistungsengpässe: Systeme stürzen oft ab, wenn sie versuchen, mit erhöhten Datenmengen oder Nutzerkonten Schritt zu halten, was zu einer Isolation der Abteilungen führt.
Starre Infrastruktur: Eine Skalierung erfordert teure neue Hardware, die möglicherweise veraltet ist, bevor sie vollständig integriert ist.
Fachkräftemangel: Da proprietäre Legacy-Sprachen auslaufen, wird es immer schwieriger, IT-Fachkräfte zu finden, die diese Systeme warten können.
Einschränkungen bei der Anpassung: Eine unflexible Architektur verhindert die Integration neuerer, vielseitiger Innovationen.
Diese Einschränkungen erschweren es Unternehmen, ihre Abläufe effizient zu skalieren oder auf sich ändernde Geschäftsanforderungen zu reagieren.
Herausforderungen bei der Integration
Ein Mangel an modernen APIs erschwert die Anbindung an CRM-Tools, E-Commerce-Plattformen oder Lieferkettenpartner, was zu Kompatibilitätsproblemen mit neueren Innovationen führt. Daher bieten Legacy-Programme kein förderliches Umfeld für die Unterstützung von KI oder anderen Formen des maschinellen Lernens.
Dies bedeutet, dass Unternehmen oft auf manuelle Prozesse oder benutzerdefinierte Integrationen zurückgreifen, was Komplexität, Kosten und Risiken erhöht.
Branchenquellen zufolge haben Unternehmen mit isolierten Systemen oft Schwierigkeiten, konsistente Daten über Abteilungsgrenzen hinweg zu gewährleisten, was sich sowohl auf die Effizienz als auch auf die Entscheidungsfindung auswirkt.
Datensilos
Wenn Daten auf wenige lokale Nutzer beschränkt sind, greifen Teams auf manuelle Workarounds wie Tabellenkalkulationen zurück. Dies führt zu erheblichen operativen Herausforderungen, darunter inkonsistente Daten und eine behinderte Entscheidungsfindung.
Eine eingeschränkte Datentransparenz kann zudem das Vertrauen in die Berichterstattung mindern und die Reaktionszeiten im gesamten Unternehmen verlangsamen.
Sicherheitsrisiken
Alten Softwaresystemen fehlen oft Herstellerunterstützung, Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) und rollenbasierte Zugriffskontrollen (RBAC). Dadurch sind vertrauliche Informationen anfällig für Datenlecks und Bußgelder aufgrund von Verstößen gegen Vorschriften.
Ohne regelmäßige Updates können diese Systeme zunehmend den sich entwickelnden Cybersicherheitsbedrohungen ausgesetzt sein.
Schlechte Benutzererfahrung
Lokalisierte, veraltete Benutzeroberflächen frustrieren Mitarbeiter und beeinträchtigen die Produktivität in einer globalen Echtzeit-Arbeitsumgebung.
Dies kann sich auch auf die Akzeptanz bei den Benutzern auswirken und die Gesamteffektivität des ERP-Systems einschränken.
Die versteckten Kosten der Wartung veralteter ERP-Systeme
Auch wenn das Aufschieben eines Upgrades kostengünstig erscheinen mag, zehrt die Wartung veralteter Systeme aufgrund der eingeschränkten Leistung oft an den finanziellen Ressourcen.
Wartungskosten
IT-Budgets werden oft für individuelle Korrekturen an ineffizienten Systemen statt für Innovationen aufgewendet, was zu einem ROI von null führt.
Im Laufe der Zeit können diese laufenden Kosten die Investitionen übersteigen, die für die Implementierung einer modernen ERP-Lösung erforderlich sind.
Hardware- und Software-Upgrades
Altsysteme erfordern an jedem Standort separate, kostspielige physische Installationen. Diese „Patches“ sind anfällig für Inkompatibilitäten mit anderen Programmen.
Im Gegensatz zu cloudbasierten Systemen sind diese Upgrades zeitaufwändig und lassen sich nur schwer auf verteilte Umgebungen skalieren.
Lizenzgebühren
Unternehmen zahlen oft hohe Gebühren, um Software weiter zu nutzen, die von den ursprünglichen Entwicklern nicht mehr unterstützt wird. Diese Kosten können erheblich steigen, wenn Anbieter den Support für Altsysteme auslaufen lassen.
Warum ein ERP-Upgrade in Betracht ziehen?
Der Übergang zu einem modernen ERP-System ist eine strategische Notwendigkeit, um den Wettbewerbsvorteil zu erhalten. Moderne Lösungen bieten eine einheitliche Umgebung, die die Leistung auf allen Ebenen eines Unternehmens verbessert.
Unternehmen, die ihre ERP-Systeme modernisieren, sind besser aufgestellt, um die Effizienz zu steigern, Kosten zu senken und langfristiges Wachstum zu fördern.
Effizienz steigern
Cloud-basierte Dashboards stellen globalen Teams zentralisierte Echtzeitdaten zur Verfügung und optimieren so das Berichtswesen und die Entscheidungsfindung. Dies ermöglicht einen schnelleren Zugriff auf Erkenntnisse und verringert die Abhängigkeit von manuellen Prozessen.
Kosten senken
Die Automatisierung manueller Prozesse und die Abschaffung ineffizienter Arbeitsabläufe steigern die Produktivität und senken gleichzeitig die Gesamtbetriebskosten.
Studien zeigen, dass moderne ERP-Systeme die Gesamtbetriebskosten erheblich senken können, indem sie Wartungs- und Infrastrukturkosten minimieren.
Erhöhte Sicherheit
Der Umstieg auf die Cloud ersetzt Schwachstellen durch automatisierte Schutzmaßnahmen wie fortschrittliche Verschlüsselung und kontinuierliche Überwachung. Moderne ERP-Systeme unterstützen zudem eine strengere Einhaltung sich weiterentwickelnder Sicherheitsstandards.
Erweiterte Funktionalität
Dank adaptiver Skalierbarkeit wächst das System mit dem Unternehmen mit und bietet durch maschinelles Lernen tiefgehende Dateneinblicke.
Diese Funktionen ermöglichen es Unternehmen, schneller auf sich ändernde Geschäftsanforderungen zu reagieren.
Wie die PLM-Integration die ERP-Modernisierung unterstützt
Während ERP-Systeme Unternehmenstransaktionen und operative Prozesse verwalten, verwalten Product Lifecycle Management (PLM)-Systeme die Produktdaten, die diese Prozesse steuern.
PLM steuert den Produktlebenszyklus, einschließlich Entwürfen, technischen Änderungen, Fertigungsdefinitionen und Servicekontexten, einschließlich kritischer Strukturen wie der Stückliste (BOM). ERP-Systeme stützen sich auf diese Daten, um Beschaffungs-, Produktions- und Lieferkettenabläufe zu unterstützen.
Wenn ERP- und PLM-Systeme nicht miteinander verbunden sind, kommt es in Unternehmen häufig zu Dateninkonsistenzen, Verzögerungen bei technischen Änderungen und Ineffizienzen abteilungsübergreifend.
Durch die Integration von ERP und PLM können Unternehmen einen durchgängigen digitalen Faden im gesamten Unternehmen schaffen. Dies ermöglicht:
- Konsistente Produktdaten über alle Teams hinweg
- Schnellere und zuverlässigere technische Änderungsprozesse
- Reduzierte manuelle Dateneingabe und -abgleich
- Verbesserte Zusammenarbeit zwischen Entwicklung und Betrieb
Moderne PLM-Plattformen wie PTC Windchill unterstützen diese Integration, indem sie technische Daten mit Unternehmenssystemen verbinden und dazu beitragen, die Abstimmung über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg sicherzustellen.
Windchill PLM Software
PLM und ERP ergänzen einander. Erfahren Sie mehr über die PLM-Software Windchill.
Mehr erfahrenModerne ERP-Systeme bieten die Flexibilität, Skalierbarkeit und Integrationsmöglichkeiten, die Unternehmen benötigen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Da die Wartung von Altsystemen immer schwieriger wird, ist die Umstellung auf Modernisierung weniger eine Option als vielmehr eine Notwendigkeit.
Durch die Abstimmung der ERP-Modernisierung mit der PLM-Integration können Unternehmen die Datenkonsistenz verbessern, Abläufe optimieren und eine stärkere Grundlage für die langfristige digitale Transformation schaffen.