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Warum Luftfahrt- und Verteidigungsunternehmen PLM benötigen, um ihre Produktion zu steigern

5. Januar 2026
Emily ist Content Marketing Specialist im Commercial Marketing Team von PTC mit Sitz in Boston, MA. Mit ihren Texten unterstützt sie eine Reihe von Produkt- und Dienstleistungsangeboten von PTC.
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Der weltweite Auftragsbestand an noch nicht ausgelieferten Flugzeugen hat heute über 17.000 Jets erreicht – so viele wie nie zuvor. Auch Hersteller von Raketensystemen und Schiffsbauunternehmen sehen sich mit einem Auftragsbestand konfrontiert, der fast so hoch ist wie nie zuvor. Die Nachfrage übersteigt die derzeitige Produktionskapazität der Branche bei weitem, und neue Aufträge werden schneller erteilt, als alte ausgeliefert werden können. Während ein voller Auftragsbestand das Vertrauen des Marktes signalisiert, birgt die Unfähigkeit, rechtzeitig zu liefern und diese Aufträge in Umsatz umzuwandeln, erhebliche finanzielle und reputationsbezogene Risiken. Und da Wettbewerber rasch neue Methoden und Technologien einführen, um die Produktion zu beschleunigen, sind Unternehmen, die auf veraltete Systeme und Prozesse setzen, deutlich im Nachteil. 

Rückstände: Zeichen für Nachfrage oder Symptom für Verzögerungen?

Auftragsrückstände sind zwar entmutigend, aber für Unternehmen nicht unbedingt ein Problem, denn sie sind ein Indikator für eine starke Marktnachfrage. Ihr Wert wird jedoch erst dann realisiert, wenn die Aufträge ausgeführt und in Umsatz umgewandelt werden. Die Herausforderung liegt in der Umsetzung. Wenn Störungen in der Lieferkette, Mitarbeitermangel und nicht miteinander verbundene Altsysteme dazu führen, dass sich die üblichen Zeitpläne um Jahre verlängern können, bedeutet ein Auftragsrückstand von Hunderten von Aufträgen ein immenses Umsatzpotenzial, das nicht ausgeschöpft werden kann – was sich negativ auf den Cashflow auswirkt und weitere Innovationen behindert.

Wenn Unternehmen diesen Erfüllungszyklus verkürzen und die Produktionsraten steigern können, generieren sie nicht nur schneller Umsatz, sondern schaffen auch die Kapazität, mehr Aufträge anzunehmen und mehr Produkte zu liefern.

Die wahren Kosten der Passivität

Die Modernisierung von Produktionsprozessen aufzuschieben, ist keine kostensparende Maßnahme. Es ist eine aktive Entscheidung, die einen hohen Preis hat und sich auf Unternehmen von der Bilanz bis zur Fertigung auswirkt. Die Folgen von Untätigkeit gehen weit über einfache Produktionsverzögerungen hinaus – tatsächlich sind Herausforderungen wie schlechte Qualität, mangelnde Flexibilität und geringere Margen so weitreichend, dass ihre Auswirkungen noch Jahrzehnte später zu spüren sein werden.

Qualitätsprobleme

Anhaltende Rückstände und verpasste Termine wirken sich nicht nur auf das Geschäftsergebnis aus, sondern untergraben auch das Vertrauen. In einer Branche, in der Zuverlässigkeit und Präzision von größter Bedeutung sind, können Verzögerungen und Qualitätsprobleme den Ruf eines Unternehmens schnell schädigen. Mit der Zeit kann dieser Reputationsschaden es schwieriger machen, die zunehmende Produktkomplexität zu bewältigen, die Produktion hochzufahren und letztendlich neue Aufträge zu gewinnen. In einem wettbewerbsintensiven Umfeld ist der Ruf ebenso wertvoll wie der Umsatz – und ebenso anfällig für die Folgen von Untätigkeit.

Rückstände verhindern die Umsatzrealisierung

Die unmittelbarsten Auswirkungen von Untätigkeit sind finanzieller Natur. Ein Auftragsbestand steht für zukünftige Einnahmen, aber solange ein Flugzeug oder ein Verteidigungssystem nicht ausgeliefert ist, handelt es sich um theoretische Einnahmen. In einer kapitalintensiven Branche wie der Luft- und Raumfahrt sowie der Verteidigung (A&D) kann ein langsamer Cashflow Innovationen behindern, strategische Investitionen einschränken und die Finanzlage schwächen. Die effiziente Umwandlung von Auftragsbeständen in Einnahmen ist von grundlegender Bedeutung, um gesunde Betriebsmargen aufrechtzuerhalten und die Erwartungen der Aktionäre zu erfüllen.

Verlorene Verträge und stornierte Aufträge

Wenn sich Rückstände häufen und Liefertermine nicht eingehalten werden, riskieren Unternehmen mehr als nur Umsatzverluste – sie riskieren, Aufträge ganz zu verlieren. In der Luft- und Raumfahrtindustrie enthalten Verträge oft strenge Liefertermine und Leistungsmeilensteine. Die Nichteinhaltung dieser Verpflichtungen kann Strafen, Vertragsneuverhandlungen oder sogar Vertragsauflösungen nach sich ziehen. Kunden, insbesondere Behörden und große gewerbliche Abnehmer, könnten sich an Wettbewerber wenden, die mehr Zuverlässigkeit und Flexibilität bieten. Jede stornierte Bestellung bedeutet nicht nur einen Umsatzverlust, sondern schmälert auch zukünftige Chancen, da Käufer nach Partnern suchen, die termingerecht und in großem Umfang liefern können.

Neue Methoden zur Beschleunigung der Produktion

Um sich in diesem komplexen Umfeld zurechtzufinden, müssen Hersteller aus dem Bereich Luft- und Raumfahrt Unternehmenslösungen einsetzen, die unterschiedliche Teams miteinander verbinden und komplexe Prozesse optimieren. Der Schlüssel zur Beschleunigung der Produktion liegt im Aufbau einer einheitlichen digitalen Grundlage, die die Zusammenarbeit verbessert, die Datenkontinuität erhöht und einen agileren Ansatz für die Fertigung ermöglicht.

Nahtlose Zusammenarbeit und Change Management ermöglichen

Unterbrechungen in der Lieferkette, Personalmangel und Kommunikationslücken zwischen Entwicklungs- und Fertigungsteams werden oft als die größten Hindernisse für die Produktionsgeschwindigkeit genannt. Ein robustes, offenes Produktlebenszyklusmanagement-System (PLM) beseitigt diese Silos, indem es den Anwendern im gesamten Unternehmen eine einzige, verbindliche Informationsquelle für alle Produktdaten zur Verfügung stellt. Es ermöglicht eine nahtlose Zusammenarbeit, da Teams gleichzeitig statt nacheinander arbeiten können. Das bedeutet, dass technische Änderungen effizient verwaltet, Probleme in der Produktion und bei Zulieferern schneller gelöst und der gesamte Entwicklungsprozess besser synchronisiert werden können.

Design für die Produzierbarkeit

Die Grundlage für eine effiziente Produktion wird bereits in der Konstruktionsphase gelegt. Kerntechnologien wie CAD und PLM sind für einen „Design for Manufacturability”-Ansatz unverzichtbar. Dabei werden bereits früh im Konstruktionsprozess fertigungstechnische Aspekte berücksichtigt, um Nichtkonformitäten zu vermeiden und sicherzustellen, dass Produkte auf Anhieb richtig konstruiert werden. Durch die Integration fortschrittlicher Simulations- und Modellierungswerkzeuge in PLM können Ingenieure Konstruktionen auf ihre Fertigungsreife hin überprüfen, potenzielle Risiken identifizieren und die Wahrscheinlichkeit kostspieliger Fehler und Nacharbeiten in späteren Phasen reduzieren. Ein wesentlicher Teil dieses Prozesses ist die Umwandlung von technischen Stücklisten (eBOMs) in Stücklisten für die Fertigung (mBOMs), wodurch sichergestellt wird, dass die Produktdefinitionen zwischen den Konstruktions- und Produktionsteams abgestimmt sind. Dies reduziert manuelle Nacharbeiten, verbessert die Zusammenarbeit und optimiert den Übergang von der Konzeptentwicklung zur Produktion. Dieser proaktive Ansatz ist entscheidend für die Verkürzung der Entwicklungszyklen und die Beschleunigung der Markteinführung.

Integration von Daten im gesamten Unternehmen für eine ganzheitliche Sichtweise

PLM ist zwar eine Kernfunktionalität, aber es ist nur ein Teil eines größeren Puzzles, zu dem auch Enterprise Resource Planning (ERP) und Manufacturing Execution Systems (MES) gehören. Die Integration dieser Unternehmenssysteme ist für A&D-Unternehmen, die eine ganzheitliche Sicht auf ihre Abläufe anstreben, unerlässlich. Durch die Verbindung von Engineering-, Fertigungs- und Geschäftsprozessen durch einen sicheren Digital Thread können Unternehmen Silos aufbrechen, die Datenkontinuität verbessern und eine unternehmensweite Zusammenarbeit in Echtzeit ermöglichen. Diese nahtlose Integration stellt sicher, dass Produktdaten, Ressourcenplanung und Produktionsstatus stets aufeinander abgestimmt sind, wodurch Fehler reduziert und die Markteinführungszeit verkürzt werden.

Die Luft- und Raumfahrt- sowie die Verteidigungsindustrie entwickeln sich von Tag zu Tag schneller. Die mit der Beibehaltung des Status quo verbundenen Risiken – Umsatzverluste, Rufschädigung und Marktanteilsverluste – sind zu hoch, um sie zu ignorieren. Durch einen PLM-zentrierten Ansatz können Hersteller die Zusammenarbeit fördern, die Datenkontinuität verbessern und Produktionsprozesse modernisieren, um Rückstände abzubauen und die Marktnachfrage zu befriedigen. Die PLM-Lösungen von PTC ermöglichen es sowohl technischen als auch nicht-technischen Anwendern, auf wichtige Informationen zuzugreifen, fundierte Entscheidungen zu treffen und schnell auf Marktanforderungen zu reagieren – was letztlich zu mehr Effizienz, Qualität und einem dauerhaften Wettbewerbsvorteil führt. Die Frage ist nicht mehr, ob Sie sich wandeln sollten, sondern ob sich Ihr Unternehmen noch länger warten lassen kann.

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Emily Himes Emily ist Content Marketing Specialist im Commercial Marketing Team von PTC mit Sitz in Boston, MA. Mit ihren Texten unterstützt sie eine Reihe von Produkt- und Dienstleistungsangeboten von PTC.

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