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Digitale Transformation in der Verteidigungsindustrie

22. August 2025
Emily ist Content Marketing Specialist im Commercial Marketing Team von PTC mit Sitz in Boston, MA. Mit ihren Texten unterstützt sie eine Reihe von Produkt- und Dienstleistungsangeboten von PTC.
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Die digitale Transformation in der Verteidigungsindustrie prägt die Arbeitsweise von Rüstungsunternehmen und integriert modernste Technologien, um Effizienz, Sicherheit und operative Fähigkeiten zu verbessern. Die digitale Transformation kann zwar eine wichtige Rolle bei der Modernisierung von Verteidigungsoperationen spielen, aber auch eine Reihe von Herausforderungen mit sich bringen, wenn es um die Integration und Einführung neuer Technologien geht. Digitale Lösungen sind jedoch zunehmend skalierbar, konform und anpassungsfähig, sodass immer mehr Unternehmen den Sprung wagen. Diejenigen, die sich auf die Veränderungen – und alle damit verbundenen Unsicherheiten – einlassen, sind am besten positioniert, um den sich wandelnden Anforderungen der nationalen Sicherheit gerecht zu werden, ihren Gegnern einen Schritt voraus zu sein und Innovationen in der gesamten Verteidigungslandschaft voranzutreiben.

Was ist digitale Transformation in der Verteidigungsindustrie?

Die digitale Transformation in der Verteidigungsindustrie bezieht sich auf die Einführung und Integration digitaler Technologien zur Verbesserung verschiedener Aspekte der Produktentwicklung, von der Logistik und Kommunikation bis hin zur strategischen Planung. Dazu gehört der Einsatz fortschrittlicher Technologien wie künstliche Intelligenz (KI), Application Lifecycle Management (ALM) und Product Lifecycle Management (PLM), um widerstandsfähigere und effizientere Verteidigungssysteme zu schaffen. Durch die Umstellung auf digitale Transformation können Unternehmen der Verteidigungsindustrie Innovationen der nächsten Generation schneller auf den Markt bringen und in Sachen nationale Sicherheit immer einen Schritt voraus sein.

Die Bedeutung der digitalen Transformation in der Verteidigungsindustrie

Die Programme der Verteidigungsindustrie zeichnen sich durch ihre Komplexität aus. Moderne Flugzeuge, Raketensysteme, Schiffe und Kommando- und Kontrollplattformen integrieren häufig Hardware, Software und Elektronik von einem Netzwerk globaler Lieferanten. Die Bewältigung dieser Komplexität mit veralteten Prozessen führt zu Verzögerungen, Kostenüberschreitungen und operativen Schwachstellen, sodass schnell agierende Start-ups eine erhebliche Bedrohung darstellen. Heutzutage modernisieren sich die Gegner in rasantem Tempo, sodass Zeit ebenso entscheidend ist wie Technologie.

Die digitale Transformation bietet einen Weg nach vorne. Durch die Einrichtung eines nahtlosen Digital Threads, der Design, Produktion, Wartung und operatives Feedback miteinander verbindet, können Hersteller der Verteidigungsindustrie Programmrisiken reduzieren, Zeitpläne beschleunigen und Fähigkeiten bereitstellen, die auf die dringenden Bedürfnisse der Streitkräfte abgestimmt sind. 

Zentrale Herausforderungen für die Verteidigungsindustrie während der digitalen Transformation

Cybersicherheit und Datensicherheit

Digital Threads und digitale Zwillinge basieren auf dem Austausch sensibler technischer und betrieblicher Daten zwischen den Beteiligten. Für die Verteidigungsindustrie ist der Schutz dieser Informationen gemäß ITAR, DFARS und CMMC von größter Bedeutung. Das Risiko von Cyberangriffen oder Datenlecks verlangsamt oft die Einführung neuer Plattformen.

Integration von Altsystemen

Viele Programme der Verteidigungsindustrie werden nach wie vor durch jahrzehntealte CAD-Tools, ERP-Systeme und papierbasierte Prozesse unterstützt. Die Schaffung von Interoperabilität zwischen diesen Altsystemen und modernen digitalen Plattformen ist technisch anspruchsvoll und organisatorisch disruptiv – und dennoch unerlässlich für den Aufbau eines echten Digital Thread.

Widerstand und Veränderungsmanagement

Die Verteidigungsindustrie ist von Natur aus risikoscheu, und Ingenieure und Techniker verlassen sich oft auf seit langem etablierte Arbeitsabläufe. Der Übergang von dokumentengesteuerten Prozessen zu modellbasierten Ansätzen erfordert nicht nur neue Werkzeuge, sondern auch einen kulturellen Wandel in den Bereichen Engineering, Fertigung und Dienstleistungen.

Komplexität der Lieferkette

Hauptvertragspartner sind auf Tausende von Lieferanten angewiesen, von denen viele kleine Unternehmen mit begrenzten Ressourcen sind, um fortschrittliche digitale Plattformen einzuführen. Der Aufbau eines sicheren und kooperativen digitalen Ökosystems für die Lieferkette ist schwierig, wenn die Partner sehr unterschiedliche Niveaus der digitalen Reife aufweisen.

Vorabinvestition vs. langfristiger Gewinn

Der Aufbau einer digitalen Infrastruktur – seien es PLM-Backbones, IoT-Systeme oder digitale Zwillinge – erfordert erhebliche Vorabinvestitionen. Die Rendite dieser Investitionen wird oft erst nach Jahren durch reduzierte Wartungskosten oder schnellere Entwicklungszyklen realisiert, was in einem von Budgetbeschränkungen und Verträgen geprägten Umfeld zu Spannungen führt.

Komplexität von Programmen und Lebenszyklen

Plattformen der Verteidigungsindustrie haben oft eine Lebensdauer von 30 bis 50 Jahren. Die Aufrechterhaltung eines Digital Thread, der über Jahrzehnte hinweg nützlich und relevant bleibt und sich gleichzeitig an neue Technologien und regulatorische Standards anpasst, ist eine enorme Herausforderung.

Fachkräftemangel

Schließlich sieht sich die Verteidigungsindustrie mit einem Mangel an Ingenieuren und Technikern konfrontiert, die über Fachkenntnisse in den Bereichen modellbasierte Systemtechnik, KI und maschinelles Lernen sowie digitale Zwillingstechnologien verfügen. Angesichts der Konkurrenz durch kommerzielle Technologieunternehmen wird es immer schwieriger, digital versierte Fachkräfte zu gewinnen und zu halten.

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Die Vorteile der digitalen Transformation für Unternehmen der Verteidigungsindustrie

Beschleunigte Innovation

Digitale Engineering-Tools, darunter modellbasiertes System-Engineering (MBSE), digitale Zwillinge und simulationsgesteuerte Designoptionen, ermöglichen eine frühzeitige Leistungsvalidierung und reduzieren die Abhängigkeit von kostspieligen Prototypen. Dies führt zu schnelleren Innovationszyklen, die unerlässlich sind, um mit den sich ständig weiterentwickelnden Bedrohungen Schritt zu halten.

Verbesserte Programmausführung und Effizienz

Ein PLM-zentrierter Ansatz in der Fertigung stellt sicher, dass alle Beteiligten – vom Ingenieurwesen bis zur Fertigung – mit denselben verbindlichen Daten arbeiten. Dadurch werden kostspielige Fehler vermieden, Nacharbeiten reduziert und eine schnellere Hochlaufphase bei steigender Produktionsnachfrage ermöglicht.

Widerstandsfähigkeit und Sicherheit der Lieferkette

Da Programme der Verteidigungsindustrie auf einer komplexen globalen Lieferkette basieren, sind Transparenz und Rückverfolgbarkeit von größter Bedeutung. Digitale Tools für das Lieferkettenmanagement bieten durchgängige Transparenz und helfen Auftragnehmern dabei, Störungen zu minimieren, die Einhaltung von ITAR- und DFARS-Vorschriften sicherzustellen und geistiges Eigentum zu schützen.

Verbesserte Nachhaltigkeit und Einsatzbereitschaft über den gesamten Lebenszyklus hinweg

Digital Twins und IoT-fähige Plattformen verbinden technische Daten mit der Betriebsleistung und schaffen so leistungsstarke Feedbackschleifen. Erkenntnisse aus der Praxis fließen in Designverbesserungen ein, optimieren Wartungspläne und verlängern die Lebensdauer von Anlagen. Dies verbessert die Einsatzbereitschaft für Betreiber und senkt gleichzeitig die Lebenszykluskosten.

Befähigung der Belegschaft

Angesichts des Arbeitskräftemangels und der Pensionierung erfahrener Ingenieure der Verteidigungsindustrie verändern digitale Tools wie Augmented Reality (AR) die Ausbildung und Wartung. Techniker können über AR-Headsets auf Schritt-für-Schritt-Anleitungen zugreifen, während neue Ingenieure simulationsbasierte Schulungen nutzen, um ihre Kenntnisse schneller zu vertiefen.

Gängige Technologien für die digitale Transformation in der Verteidigungsindustrie

Die digitale Transformation in der Verteidigungsindustrie stützt sich auf mehrere Schlüsseltechnologien:

Die Zukunft der digitalen Transformation in der Verteidigungsindustrie

Da die digitale Transformation die Verteidigungsindustrie weiterhin umgestaltet, werden Unternehmen, die neue digitale Technologien nutzen, besser für zukünftige Herausforderungen wie den Abbau von Rückständen, die Steigerung der Produktion und die Stärkung der Lieferketten gerüstet sein. Die Integration skalierbarer, konformer und anpassungsfähiger Systeme wird für die Aufrechterhaltung strategischer Vorteile von entscheidender Bedeutung sein. Investitionen in Innovation und Technologieeinführung werden die Widerstandsfähigkeit und Einsatzbereitschaft fördern und sicherstellen, dass Verteidigungsunternehmen in einer sich ständig weiterentwickelnden Sicherheitslandschaft wettbewerbsfähig und leistungsfähig bleiben.

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Digitale Transformation im Verteidigungsbereich ist keine Kleinigkeit.

Die Lösungen von PTC optimieren den Prozess und sorgen dafür, dass die Beteiligten in einem sich wandelnden Umfeld hervorragende Leistungen erbringen können.

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Emily Himes Emily ist Content Marketing Specialist im Commercial Marketing Team von PTC mit Sitz in Boston, MA. Mit ihren Texten unterstützt sie eine Reihe von Produkt- und Dienstleistungsangeboten von PTC.

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