Datenbasiertes Flotten- und Fuhrparkmanagement

Written by: Michele Del Mondo
3/13/2023

Lesezeit: 2 min

So bleiben Flotten flott

Mit dem Internet der Dinge die Flotte betreiben? Das mutet vielen Fuhrparkmanagern noch fremd an, weil sie mit IoT eher das Produktionsumfeld verbinden. Doch damit wird auch das Flottenmanagement effizienter, verlässlicher und kostengünstiger. Wir sagen, wie.

Ab einer gewissen Größe wird es unübersichtlich: Gabelstapler, Hubarbeitsbühnen, Mischmaschinen, Pumpen, Stromgeneratoren, Rüttelplatten, Radlader und Nutzfahrzeuge aller Art… und das alles von verschiedenen Herstellern. Herren über solche Flotten, wie große Verleiher von Baumaschinen, wissen, wie komplex eine Fuhrparkverwaltung sein kann. Allein schon, schnell und präzise Maschinen, Geräte und Fahrzeuge auf Großbaustellen zu orten, kann eine zeitraubende und kostenträchtige Aufgabe sein. Ganz zu schweigen davon, dass den Servicemitarbeitenden meist unklar ist, in welchem Zustand die verliehenen Assets sind.

Das Gute: Daten bringen Licht ins Dunkel. Wenn sie durch das Internet of Things (IoT) nutzbar gemacht werden. Mit einem einzigen, integrierten Portal wie der ThingWorx IoT-Plattform können verteilte und heterogene Telematik- und Gerätedaten zusammengeführt werden. Mit der IoT-Lösung lassen sich alle relevanten Daten einer Flotte vernetzen, sammeln, standardisieren und analysieren. Außerdem können über sie wertvolle Serviceapplikationen wie PTC Vuforia Augmented Reality (AR) angebunden werden, wodurch der Geräte- und Maschinenpark auch aus der Ferne gewartet werden kann.

Der Nutzen zeigt sich sofort

Was im Industrieumfeld längst verbreitet ist, ist für Flottenbetreiber ab einer gewissen Größe nur logisch: IoT-Tools wie ThingWorx ermöglichen eine einheitliche Sicht auf die Daten, so dass der Service zu jedem Zeitpunkt und von jedem Ort aus, beispielsweise Status und Leistung von Maschinen, überwachen kann. Auf diese Weise lassen sich Aufgaben und Arbeitsabläufe automatisieren, wie die Bestellung von Verbrauchsmaterial, etwa neuen Luftfiltern, Betriebsflüssigkeiten oder Ersatzteilen.

Die Effekte zeigen sich vom ersten Tag an. Etwa durch Geolokalisierung von Anlagen: Sollen Mitarbeitende eine Maschine auf einer Baustelle abholen, brauchen sie nur auf ihre mobile Logistik-App schauen, die den Breiten- und Längengrad des exakten Standortes anzeigt. Wie auch weitere Daten, etwa zum Kraftstoffverbrauch und dem Füllstand des Tanks, so dass unter Umständen gleich vor Ort nachgetankt und die Maschine zum nächsten Einsatz gebracht werden kann. All diese wichtigen Informationen stellt ThingWorx bereit.

Wie das IoT das Flottenmanagement revolutioniert

Außerdem werden auch wertvolle Daten zur Remote-Zustandsüberwachung nutzbar, die, verbunden mit automatisiert abgesetzten Echtzeitwarnungen, vorausschauende Wartung ermöglicht, etwa, wenn sich das Hydrauliköl einer Maschine einem kritischen Punkt nähert. Das reduziert ungeplante Ausfallzeiten enorm - und erhöht die Kundenzufriedenheit. Umso besser, wenn Techniker für einfache Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen nicht mehr vor Ort sein müssen, sondern dies aus der Ferne, auch AR-gestützt mit Vuforia Chalk, durch Maschinenbetreiber erledigt werden kann. Ist dies nicht möglich, werden Techniker besser vorbereitet agieren können, denn sie wissen, was sie erwartet, können entsprechend Werkzeuge und Ersatzteile zum Serviceeinsatz mitbringen. Ausgestattet mit IoT-Daten sind sie in der Lage, die Erstbehebungsrate (FTFR) zu verbessern und die mittlere Reparaturzeit zu verkürzen.

Kurzum: Die Wartung wird effektiver, die FTFR optimiert und die Betriebszeit von Anlagen, Geräten und Fahrzeugen verlängert. Alles harte Faktoren, mit denen Flottenbetreiber und Vermietungsunternehmen für lange und zufriedene Kundenbeziehungen sorgen.

Fazit

Das Internet der Dinge wird das Flottenmanagement revolutionieren, indem es verteilte Daten und Systeme auf einer Plattform vereint und etwa Informationen über Maschinenzustand, Standort, Arbeitsaufträge, Kundenvermietungen und Geräte-Telematik anzeigt. Flottenmanager können so Geräte sofort finden, ihren Status und Reparaturbedarf ermitteln, ohne dass dafür Servicekräfte Vorort sein müssten. Letztlich werden Verfügbarkeit, Betriebszeit sowie Auslastung der Mietobjekte erhöht und die Kundenerfahrung verbessert.

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Tags: Industrial Internet of Things ThingWorx

Der Autor

Michele Del Mondo

Michele Del Mondo begann seinen beruflichen Werdegang nach dem Maschinenbaustudium 1994 beim Steinbeis-Transferzentrum für Design&Workflow in Karlsruhe.

1997 wechselte er in die IT-Sparte des Münchner Automobilzulieferers Webasto SE und zeichnete unter anderem verantwortlich für die Einführung eines konzernweiten PLM-Systems.

2006 erfolgte der Wechsel in das Business Development und den Vertrieb der Webasto SE bei der Michele Del Mondo zuletzt die Rolle des Director Sales innehatte.

Seit 2011 ist Michele Del Mondo bei PTC und verantwortet als Director Business Development die Verticals Electronics & High Tech, Production Machinery und Mobility.