Digitale Technologien machen Produktionsumgebungen sicherer

  • 6/11/2020
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personal protective equipment

Fabriken und andere Produktionsbetriebe können gefährliche Orte sein. Von giftigen oder ätzenden Chemikalien bis hin zu scharfen Fragmenten und Splittern gibt es zahlreiche Gesundheitsrisiken. Deshalb ist die Vermeidung von Verletzungen und Unfällen so wichtig.

PSA: Plötzlich in aller Munde

Persönliche Schutzausrüstung (PSA) spielt im Arbeits- und Gesundheitsschutz eine wichtige Rolle. PSA umfasst ein breites Spektrum an Sicherheitskleidung und -ausrüstung. In jüngster Zeit wurde der Begriff einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Denn im Kampf gegen die Infektionsgefahr während der Covid-19-Pandemie zählt PSA für Unternehmen aller Branchen zu den wichtigsten Waffen.

PSA schafft eine physische Barriere, die den Träger vor Verletzungen durch Gegenstände und Materialien schützt, mit denen er in der Produktionsstätte in Kontakt kommt. Dabei kann es sich um gefährliche Stoffe oder auch umherfliegende Teile, Splitter usw. handeln, die im Zug normaler Arbeitsprozesse entstehen. Darüber hinaus wird PSA auch zum Schutz vor den Auswirkungen eines Sturzes oder Ausrutschens eingesetzt.

Die Top 5 der persönlicher Schutzausrüstungsgegenstände in der Produktion

  • Brillen: Schutzbrillen und Visiere verhindern, dass ihre Träger sich während der Arbeit Augenverletzungen durch Splitter, Materialfragmente oder schädliche Substanzen zuziehen.
  • Atemschutzgeräte: Atemschutzmasken verhindern, dass Arbeiter gefährliche Partikel, Staub oder schädliche Chemikalien einatmen.
  • Kopfhörer: Kopfhörer und Ohrenschützer mit Geräuschunterdrückung verhindern Gehörschäden bei der Arbeit an und mit Maschinen, die einen hohen Lärmpegel erzeugen.
  • Haut- und Handschutz: Handschuhe oder Schutzanzüge können erforderlich sein, wenn Fachkräfte mit reizenden, ätzenden, potenziell giftigen oder gesundheitsgefährdenden Substanzen umgehen.
  • Fallschutz: Auffanggurte können Verletzungen bei einem Sturz aus der Höhe verhindern.

Digitale Produktion – auch eine Sicherheitsfrage

Natürlich wäre es für Arbeitskräfte in der Produktion am sichersten, wenn sie sich gar nicht dort aufhalten müssten, wo Gefahr droht, sondern risikobehaftete Arbeitsschritte aus sicherer Entfernung ausführen könnten. Bis vor kurzem war das noch undenkbar. Aber durch die rasche Weiterentwicklung digitaler Technologien für die Industrie ist es inzwischen oft möglich, Distanz zwischen Arbeitern und Gefahrenquellen zu schaffen – und das ohne Abstriche bei der Produktivität.

Der Gefahr aus dem Weg gehen: Fernüberwachung und -steuerung

Mit Hilfe digitaler Lösungen binden viele Unternehmen der produzierenden Industrie ihre bestehende Infrastruktur in Systeme mit sichereren Bedien- und Steuerungsmöglichkeiten ein. So können Mitarbeiter bestimmte Arbeitsschritte aus der Ferne auslösen oder Maschinen ein- oder ausschalten. Das erhöht besonders bei Notabschaltungen oder Wartungsarbeiten den Arbeitsschutz, etwa wenn Kühl- oder sonstige Sicherheitssysteme ausfallen oder abgeschaltet werden müssen oder es aufgrund einer Fehlfunktion auch mit PSA gefährlich wäre, sich einer Maschine zu nähern. Fernsteuerungsmöglichkeiten schaffen auch dann Abhilfe, wenn PSA allein nicht alle Gesundheitsgefahren eliminieren kann. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Arbeiter einen sehr heißen Produktionsbereich betreten müssen, um Maschinen einzustellen, zu warten oder abzuschalten.

Wenn in Ihrem Produktionsbetrieb Kräne, Schwenkarme, Seilwinden oder ähnliches schweres Gerät zum Einsatz kommen, sorgen Fernsteuerungen dafür, dass die Bediener in vielen Fällen am sicheren Boden bleiben können, anstatt in einer Höhe zu arbeiten, in der ein deutlich erhöhtes Verletzungsrisiko und Sturzgefahr besteht.

Fortschreitende Automatisierung bedeutet auch Arbeitsschutz auf der Höhe der Zeit

Im Zug des digitalen Wandels in der Industrie gehen immer mehr Unternehmen dazu über, Aufgaben, Prozesse und ganze Fertigungsstraßen zu automatisieren. Das erhöht nicht nur Produktivität, Qualität und Kosteneffizienz, sondern sorgt auch für mehr Sicherheit in Werkshallen.

Durch die fortschreitende Digitalisierung der Produktion sammeln Maschinen und Systeme kontinuierlich Sensordaten, die ein lückenloses Monitoring der jeweiligen Anlage, ihres Betriebszustandes und ihrer Leistung erlauben. Drohende Fehlfunktionen kündigen sich dadurch bereits früh an, und Sie können einschreiten, bevor daraus eine Gefahr für die Bediener erwächst. Zudem können Sie Maschinen auch so einrichten, dass sie automatisch gestoppt oder abgeschaltet werden, wenn eine Person oder ein Gegenstand zu nahe kommt oder das System anderweitig eine Gefahr erkennt. Je höher der Grad der Automatisierung, desto stärker verlagert sich der Arbeitsschwerpunkt der Belegschaft auf Überwachungs- und Managementaufgaben. Gefahrenquellen und -situationen werden so deutlich reduziert.

Fazit: Mitarbeiterschutz hat oberste Priorität

Es gibt nichts Wichtigeres als die Sicherheit Ihrer Mitarbeiter. Auf das Arbeitsumfeld und dessen spezifische Risiken abgestimmte PSA ist unerlässlich, um Unfälle und Verletzungen zu vermeiden. Oft kann sie Gefahren allerdings nur reduzieren und nicht vollständig ausräumen. Die rasante Weiterentwicklung digitaler Technologie für die Industrieproduktion verbessert nicht zuletzt auch die Arbeitssicherheit in Ihrem Betrieb. Moderner Arbeitsschutz hat sich längst über das Tragen von Schutzbrillen und -helmen hinaus entwickelt. Digitale Bedienmöglichkeiten und der fortschreitende Automatisierungsgrad tragen dazu bei, Gefahren zu minimieren, Arbeitsbedingungen zu verbessern und das Arbeitsumfeld Fabrik insgesamt sicherer zu machen.

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Der Autor

Prema Srinivasan, Digital Content Marketing Manager Als Digital Content Marketing Manager bringe ich die neuesten Technologie-Stories ins Rampenlicht. Ich bin leidenschaftlich daran interessiert, Leser zu begeistern und Entscheidungsträger mit relevanten, aktuellen Inhalten zu versorgen.