Am 25. und 26. März 2026 lud PTC führende Vertreter der Luftfahrt- und Verteidigungsbranche zu einem Forum nach Hamburg ein, bei dem es darum ging, wie Unternehmen ihre Strategie in konkrete operative Maßnahmen umsetzen.
Von der Eröffnungsrede zu KI, Drohnen und der Zukunft der Kriegsführung bis hin zu den anschliessenden aufschlussreichen Vorträgen und Podiumsdiskussionen führte das Forum zu offenen Gesprächen über Innovation, Resilienz und die Realitäten der Transformation in der Luftfahrt- und Verteidigungsbranche.
Zu den wichtigsten Themen gehörten:
- KI, Autonomie und Technologien der nächsten Generation prägen Innovationen in der Luft- und Raumfahrt sowie im Verteidigungsbereich
- Strategien für den „Digital Thread“ und die Datenkontinuität ermöglichen durchgängige Transparenz
- Modellbasiertes Engineering zur Bewältigung der wachsenden Systemkomplexität
- Blitzschnelle Innovation in aufstrebenden Bereichen wie der Raumfahrt und der fortschrittlichen Luftmobilität
- Operative Widerstandsfähigkeit angesichts von Belastungen durch die Lieferkette und geopolitische Herausforderungen
Keynote: KI, Drohnen und die Zukunft der Kriegsführung
Die Eröffnungsrede von Dr. Ulrike Franke verlieh den Diskussionen eine strategische Perspektive und beleuchtete, wie KI, Drohnen und autonome Systeme das Gesicht der modernen Kriegsführung verändern. Sie hob das rasante Tempo der technologischen Einführung in Konfliktgebieten hervor und ging auf die Auswirkungen für europäische Verteidigungsorganisationen ein – von der Entwicklung der Fähigkeiten über die Beschaffung bis hin zur Doktrin. Ihre Botschaft war klar: Das Verständnis und die Integration neuer Technologien sind entscheidend für die Aufrechterhaltung der strategischen Relevanz und Einsatzbereitschaft.
Branchenführer berichten, was funktioniert
In Vorträgen von Führungskräften aus dem gesamten Luft- und Raumfahrt-Ökosystem wurde erläutert, wie sie die Umsetzung in der Praxis vorantreiben:
- Lufthansa Technik erläuterte, wie PLM einen durchgängigen Digital Thread vom Engineering über die Fertigung bis hin zum Service bietet und wie der Übergang von einem dokumentbasierten zu einem objektorientierten Ansatz eine Rückverfolgbarkeit schafft, die Doppelarbeit reduziert, die Wiederverwendbarkeit erhöht und Audits beschleunigt.
- Polaris Spaceplane gab Einblicke in die Herausforderungen der Entwicklung von Hyperschall-Raumflugzeugen und wie das Unternehmen einen schnellen, startup-ähnlichen Betrieb mit rascher, iterativer und kostengünstiger Entwicklung sowie Flugtests aufrechterhält.
- Airbus erörterte, wie das Unternehmen das System-Engineering mit einem modellbasierten Ansatz für das Product Line Engineering skaliert, und wies darauf hin, dass organisatorische Abstimmung und Prozessänderungen entscheidend sind, um MBSE als Transformationsinitiative und nicht als bloße technische Aktualisierung zu betrachten.
- MBDA erläuterte, wie die Verwendung von 3D-Modellen als einzige Informationsquelle es dem Unternehmen ermöglicht hat, eine sichere Zusammenarbeit zwischen multinationalen Teams voranzutreiben und gleichzeitig die Umsetzung komplexer Verteidigungsprogramme zu beschleunigen.
- Aura Aero berichtete, wie seine Engineering-Methoden und digitale Architektur es dem Unternehmen ermöglicht haben, schnell zu iterieren, die Steuerung der Flugzeugkonfiguration zu unterstützen und die EASA-Zertifizierung zu beschleunigen.
Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Austausch
- Die Umsetzung ist das neue Unterscheidungsmerkmal
In allen Vorträgen war eine Botschaft immer wieder zu hören: Strategie allein reicht nicht mehr aus. Unternehmen, die sich von der Konkurrenz abheben, setzen digitale Initiativen in messbare Ergebnisse um, wie beispielsweise eine schnellere Produktentwicklung, eine verbesserte Zusammenarbeit und geringere Risiken.
- Digitale Kontinuität ist geschäftskritisch
Das Konzept des „Digital Thread“ hat sich von einer Vision zu einer Notwendigkeit entwickelt. Die Referenten erläuterten, wie eine vernetzte Produktdatenbasis Echtzeit-Transparenz über den gesamten Lebenszyklus hinweg ermöglicht, um die Rückverfolgbarkeit und Compliance zu verbessern und datengestützte Entscheidungsfindung zu erleichtern.
- Geschwindigkeit, Qualität und Agilität sind strategische Imperative
Ob bei der Modernisierung der Verteidigung oder in aufstrebenden Bereichen der Luft- und Raumfahrt – die Fähigkeit, Innovationszyklen zu beschleunigen und gleichzeitig die Qualität zu wahren, wird zu einem Wettbewerbsvorteil. Unternehmen innovieren schneller, indem sie in agile Ansätze für Entwicklung und Validierung, integrierte Plattformen, die Übergaben reduzieren, sowie Automatisierung und KI investieren, die die Entscheidungsfindung beschleunigen.
- Zusammenarbeit ist ein Multiplikator
Einige der wertvollsten Momente der Veranstaltung ergaben sich aus Diskussionen außerhalb der formellen Sitzungen und unterstrichen, dass branchenweite Herausforderungen gemeinsames Denken und Zusammenarbeit erfordern. Führungskräfte tauschten offen ihre Erfahrungen aus, die sie bei der Skalierung digitaler Initiativen, der Modernisierung von Legacy-Umgebungen und der Bewältigung wachsender Komplexität gesammelt hatten.
Von der Transformation bis zur Umsetzung: Was Führungskräfte im Bereich Luft- und Raumfahrt auszeichnet
Die Gespräche in Hamburg haben erneut deutlich gemacht, warum führende Unternehmen aus der Luftfahrt- und Verteidigungsbranche in eine digitale Infrastruktur investieren, die Datenkontinuität, Zusammenarbeit und Umsetzung über den gesamten Lebenszyklus hinweg ermöglicht. Ganzheitliche Investitionen in Mitarbeiter, Prozesse und Technologie stellen sicher, dass Transformationsbemühungen durch konsequente Umsetzung und Akzeptanz zu konkreten operativen Ergebnissen führen.
Dieser Ansatz steht im Einklang mit den umfassenderen Veränderungen, die die Branche prägen: der Übergang von isolierten Systemen zu vernetzten Ökosystemen, von langen Entwicklungszyklen zu beschleunigter Innovation und von reaktiven Abläufen zu datengestützter Entscheidungsfindung. Da diese Veränderungen weiter an Dynamik gewinnen, zeichnet sich die Fähigkeit zur Umsetzung in großem Maßstab als entscheidendes Unterscheidungsmerkmal ab.
Fazit
Auf dem „PTC Aerospace and Defense Executive Exchange Europe 2026“ wurde deutlich, dass Unternehmen angesichts immer komplexerer Programme und immer knapperer Zeitpläne in der Lage sein müssen, Daten zu verknüpfen, Teams aufeinander abzustimmen und digitale Initiativen über den gesamten Lebenszyklus hinweg umzusetzen.
Für Branchenführer ist der Weg in die Zukunft klar: die digitale Grundlage schaffen, die Einführung im gesamten Unternehmen vorantreiben und sich unermüdlich auf die Umsetzung konzentrieren. Wer dies konsequent umsetzt, wird am besten positioniert sein, um in der nächsten Ära der Innovation in der Luft- und Raumfahrt sowie der Verteidigung eine Führungsrolle zu übernehmen.
Vielen Dank an unsere Teilnehmer und Referenten
Da diese Gespräche weiterhin die Zukunft der Branche prägen, möchten wir uns ganz herzlich bei allen bedanken, die in Hamburg dabei waren. Die Offenheit, das Fachwissen und der Teamgeist dieser Gemeinschaft machen den Executive Exchange zu einer wirklich wertvollen Veranstaltung.
Unser besonderer Dank gilt den Kunden und Branchenführern, die ihre Erfahrungen auf der Bühne geteilt haben. Ihre praktischen Einblicke und Perspektiven machen diese Diskussionen zu umsetzbaren Erkenntnissen für das gesamte Ökosystem.
Themen
Artificial Intelligence
Digital Thread
Engineering Collaboration
Product Line Engineering
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