EnerSys verfolgt eine Strategie für die Zusammenarbeit im Unternehmen

Verfasst von: Caroline DeTore
  • 1/31/2022
  • Lesezeit : 4 Min.
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EnerSys ist ein internationaler Hersteller mit mehr als 100 Jahren Erfahrung in der Bereitstellung von Energiespeichersystemen und -lösungen. Sein Ziel ist es, „mit innovativer Technologie das bestmögliche Benutzererlebnis zu bieten“. Hierzu setzt das Unternehmen auf neue Produkte mit nachhaltigen Technologien wie Lithium-Ionen-Akkus.

Die damit verbundene Umstellung führte zu einer Prozessverschiebung. EnerSys war gezwungen, die Zusammenarbeit zwischen seinen global und funktional verteilten Teams auf den Prüfstand zu stellen.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie EnerSys mit einem PLM-basierten Digital Thread eine sichere Zusammenarbeit zwischen internen Teams und der gesamten Wertschöpfungskette ermöglichen konnte. Diese organisatorischen Verbesserungen führten zu niedrigeren Kosten, einer kürzeren Time-to-Market und besserer Produktqualität. 

 

Die Herausforderung: Datensilos

Die Umstellung von Bleisäure- auf Lithium-Ionen-Technologie verursachte einen Wandel von diskreter, rohstofforientierter Herstellung auf einen auf den Produktlebenszyklus ausgerichteten, prozessorientierten Ansatz. 

Dafür musste EnerSys Menschen, Prozesse und Technologien rund um seine Produkte organisieren. Im Zuge dieser Umstrukturierung wurden die Schwierigkeiten der Zusammenarbeit zwischen geografisch und funktional verteilten Teams offenkundig. Die größte Herausforderung stellten die Datensilos zwischen den verschiedenen Teams dar.

Ohne einen nahtlosen Fluss der Produktdaten zwischen den globalen Teams war ein Arbeiten rund um die Uhr nicht möglich. Da es schwierig war, korrekte Informationen zu verwalten und zu finden, war es kaum möglich, fundierte Entscheidungen zu treffen und sich auf die eigentliche Arbeit zu konzentrieren.

Die Silos verursachten einen Zusammenbruch, als Daten und Projektpläne gemeinsam genutzt werden sollten, und beeinträchtigten die Agilität und Effizienz der Teams. 

Da die Teams in aller Welt an der Umsetzung und Standardisierung der komplexen Abläufen und Anpassungen für Lithium-Ionen-Akkus zusammenarbeiten mussten, war klar, dass EnerSys den Fokus auf eine sichere Zusammenarbeit in der gesamten Wertschöpfungskette und auf teileorientierte Governance legen musste. 

 

Der Plan: digitale Transformation der technischen Entwicklung

Um eine bessere Zusammenarbeit und teileorientierte Governance zu erreichen, entschied sich EnerSys für ein Tool für die digitale Transformation der technischen Entwicklung: eine globale PLM-Lösung (Produktlebenszyklus-Management) zur Schaffung eines maßgeblichen Digital Thread. 

Eine derartige Lösung ermöglicht Mitarbeitern die Interaktion und Kommunikation in der gesamten Arbeitsumgebung, um Prozesse zu optimieren und die Zusammenarbeit zu unterstützen. 

EnerSys wollte die PLM-Lösung für die Verwaltung von Produktdaten, Stücklisten, Verifizierungs- und Validierungsprozessen sowie als maßgebliche Datenquelle für technische Entwicklung, operatives Geschäft, Zulieferer und Kunden nutzen. 

Die Wahl fiel auf Windchill, eine umfassende PLM-Software für Daten-Governance und Verfolgbarkeit. Windchill enthält eine Auswahl an Unternehmenspaketen und rollenbasierten Apps, die Produktdaten auch außerhalb der technischen Entwicklung für Qualitäts-Management, Fertigung, Service und das erweiterte Unternehmen zur Verfügung stellen. Dies fördert die Zusammenarbeit und Agilität im erweiterten Unternehmen sowie in Arbeitsumgebungen mit Mitarbeitern vor Ort und im Home-Office. 

Dank einer zuverlässigen und allgemein gültigen Quelle für Produktdaten kann nun jeder, der Produktdaten einsehen muss, dies auch tun – ob erfahrene PLM-Nutzer oder Laien. Die rollen- und aufgabenbasierten Apps liefern Anwendern die benötigten Informationen zusammen mit relevantem Kontext. Technische Daten können dadurch auf eine Weise gemeinsam genutzt werden, die für andere Bereiche des Unternehmens sinnvoll ist. So können alle Funktionsbereiche effizienter arbeiten. 

 

Das Ergebnis: vereinheitlichte Personen, Prozesse und Produkte

Mit Windchill schafft EnerSys einen einheitlichen neuen Produktimplementierungsprozess vom Konzept bis zur Freigabe. 

Als Bestandteil dieses Prozesses konnte EnerSys seine Stücklisten erfolgreich vereinheitlichen und so einen schrittweisen Reifungsprozess ermöglichen. Das Unternehmen schuf eine teileorientierte Grundlage für das operative Geschäft, indem es technische Entwicklungsstücklisten und Fertigungsstücklisten vereinheitlichte sowie Varianten, Konfigurationen und die zugehörigen Prozesse zwischen den Systemen synchronisierte. 

Während des gesamten Fertigungsprozesses ermöglichen diese vereinheitlichten Stücklisten die Verfolgbarkeit von Komponenten. Dadurch wird die Transparenz zwischen technischer Entwicklung und Fertigung sowie zwischen Fertigung und nachgelagerter Qualitätssicherung verbessert. 

Eine sichere Zusammenarbeit zwischen Konstruktion und Fertigung ermöglicht paralleles Arbeiten. Das Ergebnis ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit, verbesserte Produktivität und ein schnellerer Konstruktionsprozess. Insgesamt haben sich infolge der Implementierung einer PLM-Lösung die Effizienz und Performance in allen Funktionsbereichen verbessert.

 

Geschäftliche Vorteile: bessere Entwürfe und bessere Produktqualität

Für EnerSys führte die verbesserte Zusammenarbeit zu niedrigeren Kosten, einer schnelleren Markteinführung und höherer Produktqualität. 

Dank der kollaborativen Arbeitsumgebung für Fertigung und Qualitätssicherung konnte EnerSys die Prozesse für Teiledisponierung und Änderungs-Management verbessern. So werden Qualitätsprobleme schneller aufgedeckt und Korrekturen rascher in die Wege geleitet. 

Statt weiter an Teilen zu arbeiten, die die Qualitätsstandards später nicht erfüllen werden, können Probleme schnell erkannt und die Menge an Nacharbeit reduziert werden. Dadurch sinken die Kosten.

EnerSys verbesserte die Time-to-Market durch mehr Zusammenarbeit und einheitliche Systeme. Durch die Vereinheitlichung der Stücklisten konnte EnerSys die Zahl der Iterationen und redundante Diskussionen zwischen Fertigung und technischer Entwicklung reduzieren. 

Da nun alle Teams Zugang zur selben Stückliste haben, kann das Projekt-Management schnell den Projektstatus einsehen. So können Entwurfsprüfungen in Echtzeit durchgeführt und der Abstimmungsaufwand zwischen Teams verringert werden.  

Schnellere und genauere Prozesse haben zudem zu besseren Entwürfen geführt und die Qualität der produzierten Teile verbessert. 

Die Fertigung kann nun Abweichungen zur Nacharbeit erfassen und kommunizieren oder die Ursachen effizienter zurückverfolgen. Die Qualitätssicherung kann sehen, ob die Konstrukteure von Anfang an die richtigen Steuereigenschaften implementieren, und gemeinsam mit dem Design-Team die richtigen Genehmigungen erhalten. Es wird vermieden, dass das Problem die Entwurfsphase verlässt. Test- und Verifizierungsprozesse können wiederverwendet werden, sodass schnellere und genauere Qualitätsprüfungen möglich sind. 

Fazit: Sie schaffen mehr mit weniger Ressourcen

Eine starke Lösung für die Zusammenarbeit im Unternehmen ermöglicht es Herstellern, mit weniger Ressourcen mehr zu schaffen. Durch Echtzeit-Zugriff auf Daten können Mitarbeiter in verschiedenen Rollen und Regionen synchronisiert mit Daten im Kontext ihrer Rolle interagieren. Dies führt zu stärkerer Zusammenarbeit im Unternehmen und größerer Selbstsicherheit der Mitarbeiter. 
 

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Tags:
  • PLM
  • Windchill
  • Digitaler Thread

Der Autor

Caroline DeTore Caroline ist eine Content-Marketing-Spezialistin im Content-Excellence-Team in Boston, MA. Ihre Texte befassen sich mit den IoT-, Augmented-Reality- und PLM-Technologien bei PTC.