Erfolgreiche Produkte beginnen mit Anforderungen und Validierung




Die heutige globale Wirtschaft bietet viele Möglichkeiten, allerdings hat auch der Wettbewerbsdruck stark zugenommen. Neue Wettbewerber auf der ganzen Welt und innovative Start-ups, denen der Markteintritt mit Optionen wie Kickstarter erleichtert wird, bedeuten, dass sich die Unternehmen mehr als je zuvor anstrengen müssen, um ihre Produkte von der Masse abzuheben. Unternehmen benötigen Produktstrategien, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Studie „Product Lifecycle Management Beyond Managing CAD“ von Tech-Clarity hat nachgefragt, wie sich Unternehmen differenzieren:

Interessant ist, dass Unternehmen auf Strategien bauen, in deren Mittelpunkt ein genau auf die Kunden abgestimmtes Produkt steht. Es ist zwar nach wie vor wichtig, ein Produkt schnell auf den Markt zu bringen, allerdings reicht das nicht mehr aus. Vor diesem Hintergrund sind Anforderungen und Validierungstechnik für eine erfolgreiche Produktdifferenzierung unerlässlich. Es gibt zahlreiche Optionen für eine Anforderungs- und Validierungslösung, und die Auswahl der richtigen Lösung für Ihr Unternehmen kann zu einer regelrechten Herkulesaufgabe werden. Der „Expert Guide to Requirements and Validation“ von Tech-Clarity unterstützt Sie bei der Festlegung der Auswahlkriterien für eine Anforderungs- und Validierungslösung.

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ls Hilfsmittel zur Verwaltung von Anforderungen werden am häufigsten Excel und Word eingesetzt. Sie eignen sich hervorragend dazu, Anforderungen zu definieren. Allerdings stoßen sie schnell an ihre Grenzen, wenn es um die Verwaltung von Anforderungen geht. Das erinnert mich an die Episode der Sitcom „Seinfeld“, in der Jerry einen Mietwagen reserviert, dann aber feststellen muss, dass keine Autos mehr verfügbar sind. Er antwortet: „Sehen Sie, Sie wissen, wie man eine Reservierung annimmt, Sie wissen nur nicht, wie man eine Reservierung aufrechterhält. Und das ist eigentlich der wichtigste Teil der Reservierung, das Aufrechterhalten. Jeder kann eine Reservierung annehmen.“ Wie das Aufrechterhalten einer Reservierung in diesem Beispiel ist die Verwaltung der Anforderungen der wichtigste Teil der Produktentwicklung. Sie ist der Schlüssel, um genau die Produkte zu entwickeln, die die Kunden wünschen.

Warum also ist die Anforderungsverwaltung so schwierig? Zunehmende Komplexität. Diese Faktoren tragen zu einer zunehmenden Komplexität bei:

  • Steigende Anzahl der Komponenten
  • Mehrere technische Fachbereiche, u. a. Mechanik, Elektronik und Software
  • Verschiedene Kundenpräferenzen, einschließlich regionaler und globaler Märkte
  • Immer mehr Vorschriften

Es sind viele verschiedene Aspekte zu verwalten. Und die Verwaltung der Anforderungen, insbesondere ihrer Änderungen, ist der erste wichtige Schritt. Auf ein Unternehmen, das diese Komplexität nicht in den Griff bekommt, können erhebliche Kosten zukommen (siehe Abbildung 2).

Abbildung 2: Auswirkungen der zunehmenden Komplexität (in den letzten fünf Jahren)

Mit den richtigen Tools zur Unterstützung von Anforderungen und Validierung können Unternehmen einen beträchtlichen Geschäftswert erzielen. Investitionen in die Anforderungsverwaltung machen sich in vielerlei Hinsicht bezahlt:

Schnellere Markteinführung

Aus der Studie „Reducing Non-Value Added Work in Engineering“ von Tech-Clarity geht hervor, dass 32 % des Zeitaufwands im Rahmen der technischen Entwicklung für Tätigkeiten ohne Wertschöpfung aufgewendet werden, u. a.:

  • Suchen nach Informationen (23 %),
  • Erfassen von Daten für andere (18 %)
  • Implementieren von Änderungen, die von anderen vorgenommen wurden (14 %)
  • Wiederholtes Erstellen von Daten (12 %)

Welch eine Produktivitätssteigerung ließe sich mit 1/3 mehr Entwicklungszeit erzielen! Durch den Einsatz einer Anforderungsverwaltung können Tätigkeiten ohne Wertschöpfung wirkungsvoll verringert werden. Eine Anforderungsverwaltung bietet fachbereichsübergreifend eine zuverlässige und allgemein gültige Datenquelle, sodass Ingenieure keine Zeit damit verschwenden, Anforderungen für andere zu suchen oder zu erfassen. Automatische Änderungsbenachrichtigungen sorgen dafür, dass keine Zeit mehr mit veralteten Informationen oder doppelter Arbeit vergeudet wird. Eine Anforderungsverwaltung mit Verfolgbarkeit und eine Analyse der Auswirkungen der Änderungen unterstützen die Entscheidungsfindung, indem sie wertvolle Informationen liefern, um das Ausmaß einer Änderung einzuschätzen. Dadurch können Änderungen effizienter durchgeführt werden, und die Innovation rückt stärker in den Mittelpunkt.

Verbesserung der Produktqualität

Eine Anforderungsverwaltung mit Verfolgbarkeit, die Anforderungen mit Tests verknüpft, kann sich positiv auf die Produktqualität auswirken. Diese Verknüpfung führt zu einer besseren Anforderungsdefinition und erleichtert die kontinuierliche Validierung. Probleme werden dann in einem früheren Stadium erkannt, wenn sie noch ohne größeren Aufwand behoben werden können. Die Verfolgbarkeit macht es ebenfalls einfacher festzustellen, welche Anforderungen erfüllt oder nicht erfüllt wurden, sodass gründlichere Tests möglich sind. Beim Auftreten von Problemen wird dann die Ursachenrückverfolgung erleichtert.

Niedrigere Kosten

Effizienz bedeutet weniger Entwicklungszeit und somit auch niedrigere Entwicklungskosten. Wiederverwendbare Anforderungen sparen ebenfalls Zeit und Kosten. Die Verfolgbarkeit von der Anforderung bis zum Lieferbestandteil bedeutet, dass die Ingenieure bereits vorhandene, validierte Ergebnisse ohne Weiteres nutzen können, sodass die Kosten für Entwicklung und Tests entfallen. Zusätzliche Einsparungen ergeben sich aus der frühzeitigen Erkennung von Problemen, wodurch kostspielige Änderungen in einem späteren Stadium auf ein Minimum reduziert werden. Schließlich senkt die Unterstützung für die Erfüllung regulatorischer Vorgaben u. a. mit den erforderlichen Prüftrails und Genehmigungs-Workflows die Compliance-Kosten sowie das Risiko höherer Kosten und sonstiger Konsequenzen infolge von Nicht-Compliance.

Entwicklung wettbewerbsfähigerer Produkte

Die gemeinsame Nutzung von Anforderungen in verschiedenen technischen Fachbereichen bedeutet eine bessere Zusammenarbeit, sodass die Teams vom Know-how jedes Fachbereichs profitieren. Das führt zu mehr Innovation. Wenn aus Anforderungen unterschiedliche Produktvarianten entstehen, lassen sich individuelle Kundenwünsche einfacher erfüllen, was wiederum zu einer höheren Kundennachfrage beiträgt. Durch die frühere Erkennung von Problemen verringert sich außerdem das Risiko, dass wichtige Innovationen auf der Strecke bleiben, die den Umsatz ankurbeln würden. Es kann also ein funktionierendes Produkt verschickt werden.

Die Rentabilität einer durchdachten Anforderungs- und Validierungslösung geht weit über die Möglichkeiten von Tabellenkalkulations- und Textverarbeitungsprogrammen hinaus. Die Verbesserungen bedeuten wettbewerbsfähigere Produkte mit größeren Umsatzchancen und höherer Rentabilität. Die Unternehmen können darüber hinaus ein größeres Umsatzfenster nutzen, bevor Produkte durch eine aktualisierte Version eines Wettbewerbsangebots ersetzt werden. Ein Vorteil, der sich wirklich bezahlt machen kann.