IoT-fähige Medizintechnik unterstützt die neue Gesundheitswirtschaft

Verfasst von: Brant Henne
  • Industrial Internet of Things
  • 8/30/2018

Herstellern von medizinischen Geräten kann die neue, ergebnisorientierte Gesundheitswirtschaft wie eine nahende Flutwelle vorkommen: gewaltig, schnell und nicht aufzuhalten. Doch die Marktführer haben schon die Initiative ergriffen und nutzen die Gelegenheit, um langsamere Wettbewerber hinter sich zu lassen.

In den meisten Industriestaaten sind ergebnisorientierte Krankenversicherungen bereits die Norm. In den USA besteht hier zwar noch Nachholbedarf, aber inzwischen gibt es branchenweite Bemühungen, in diesem Bereich aufzuholen. Und diese Veränderungen zeichnen sich nicht nur vage ab: Laut einer aktuellen Studie haben ergebnisorientierte Vertragsverhandlungen bei US-Versicherern in den letzten 12 Monaten um 25 % zugenommen.

Dieser Wandel wirkt sich auf mehrfache Weise auf Hersteller von Medizintechnik aus. Zum einen setzen Gesundheitsdienstleister verstärkt darauf, das herkömmliche, auf Investitionen ausgerichtete Modell durch ein nutzungsbasiertes System zu ersetzen. Beispielsweise möchten Krankenhäuser nicht länger $ 2 Mio. für einen PET-Scanner ausgeben, wenn auch pro Bild bezahlt werden kann. Obwohl Anbieter auf diese Weise bei der Abrechnung ihrer Dienstleistungen flexibler und wettbewerbsfähiger agieren können, ist diese Veränderung auch mit erheblichen Anpassungen auf Herstellerseite verbunden, denn Design, Entwicklung, Produktion und Marketing waren bisher auf Großverkäufe ausgerichtet.

Von Geräteherstellern wird zudem erwartet, dass sie verstärkt Software und Anbindungsfunktionen in ihre Produkte integrieren. Insbesondere sollen größere Datenmengen, die von diesen Produkten gemeinsam genutzt werden können, sowie ein größeres Gesundheitsdatennetzwerk verfügbar sein. Diese Änderung ist für ergebnisorientierte Ärzte, Krankenhäuser und Netzwerke sinnvoll, denn mit erweiterten Diagnosemöglichkeiten und Daten lassen sich Einzelergebnisse besser bewerten und Makrotrends genauer analysieren. Aber von den Geräteherstellern werden deutlich bessere, intelligentere und leistungsfähigere Produkte erwartet, während sie gleichzeitig zu hören bekommen, dass immer weniger Kunden bereit sind, in den Direktkauf dieser Produkte zu investieren.

So wie in vielen anderen Branchen, die im Mittelpunkt eines technologiegetriebenen Wandels ihres Marktes stehen, übernehmen einige Medizintechnikhersteller eine Vorreiterrolle, während andere ihrem Beispiel folgen und wieder andere die Veränderungen einfach nur unbeschadet überstehen möchten.

Aber wie genau nutzen diese Vorreiter den Wandel zu ihrem Vorteil? Die einfache Antwort: durch das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) bzw. das Internet der medizinischen Dinge (Internet of Medical Things, IoMT). Speziell nutzen sie eine bestimmte, grundlegende IoMT-Funktion: die Remote Monitoring.

Diese Schlüsselfunktion erweist sich als wegweisend, wenn es für Hersteller medizinischer Geräte darum geht, die Bereitstellung ihrer Serviceleistungen voranzubringen. Hersteller stehen unter dem Druck, auf nutzungsbasierte Abrechnung umzustellen. Überwachung und Service sind daher entscheidend, damit es zu Stoßzeiten bei der (abrechenbaren) Nutzung nicht zu Ausfällen kommt. Durch Remote Monitoring lassen sich dabei nachweislich nicht nur Ausfallzeiten vermeiden, auch die vorausschauende Wartung wird effizienter.

Die Remote Monitoring schafft darüber hinaus die Grundlage für Analysen und ermöglicht so die geforderten intelligenteren Geräte, die bessere Diagnoseergebnisse liefern können. Hersteller setzen eine größere Anzahl verschiedener Sensortypen ein, verbessern Mobilität und Remote-Konnektivität und nutzen die Möglichkeiten von maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz (KI). Zusammen führen diese Investitionen zu Produkten, die mehr Datentypen erfassen, am Patienten bleiben, um dessen Gesundheitszustand genauer zu erfassen, und bessere Einblicke ermöglichen. Diese Geräte können sogar in Echtzeit auf den Zustand von Patienten reagieren – entweder durch eine automatisierte Direktfunktion, die Weitergabe von Daten an Pflegepersonal oder die Übermittlung eines Notrufs. Das ist die Art von bahnbrechender Technologie, die Leben rettet und Ergebnisse verbessert. Herstellern zeigt sich hier außerdem der klare Mehrwert eines intelligenten, vernetzten medizinischen Geräts, das für eine technologische Lösung im Gesundheitsbereich praktisch unverzichtbar ist. Gerätehersteller, die die IoMT-Version am besten umsetzen, können einen Preisaufschlag für innovative, auf Remote Monitoring beruhende Angebote verlangen.

Der zweite, große Vorteil der Remote Monitoring besteht darin, dass sie längerfristige Verbesserungen vorantreibt. Remote Monitoring verleiht dem Produkt quasi eine Stimme in Form von Leistungs- und Nutzungsdaten. Dadurch erschließen sich Informationen für das Produkt-Design, sodass die nächste Generation von Geräten und Ausrüstung besser funktioniert, mehr leistet und die Bedürfnisse der Benutzer widerspiegelt.

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Über den Autor

Brant Henne

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