Eine effektive Zusammenarbeit zwischen technischer Entwicklung und Fertigung ist für jede Strategie für digitale Transformation entscheidend. Doch in einer modernen Fertigungsumgebung ist sie nicht leicht zu erreichen.

Tatsache ist: Die Fertigung ist komplex

An den Fertigungsprozess werden zahlreiche Anforderungen gestellt:

  • Kunden fordern größere Produkt- und Funktionsvielfalt
  • Expansion in neue Märkte und Erschließung neuer Standorte
  • Mehr Effizienz unter dem Strich – niedrigere Kosten, schnellerer Durchsatz und mehr Nachhaltigkeit

Erschwerend kommt die oft eingeschränkte Zusammenarbeit zwischen Konstruktion und Produktion hinzu. Teams verwenden oft unterschiedliche Systeme für ihre Arbeit, verwalten ihre Daten anders und nutzen sogar verschiedene Datenmodelle. Diese „Mauer“ zwischen den Gruppen kann folgende Konsequenzen haben:

  • Verzögerungen und Kostensteigerungen aufgrund von ineffizienter Kommunikation von Produktaktualisierungen und Änderungen
  • Mehr Fehler und Nacharbeit aufgrund des manuellen Datenaustauschs zwischen den Gruppen
  • Verzögerte Produktion, da Fertigung und Konstruktion nicht parallel arbeiten können

Die Lösung: Ein teileorientierter Ansatz für die Produktentwicklung

Der Erfolg hängt davon ab, wie effizient die Fertigung in der Lage ist, Prozesse zu straffen und die Abstimmung mit der technischen Entwicklung und anderen nachgeordneten Teams sicherzustellen. Einfach ausgedrückt: Fertigungsprozesse, Qualitätspläne und Arbeitsanweisungen sollten digital festgelegt und bereitgestellt werden.

Der erste Schritt zur teileorientierten Produktentwicklung ist die Integration von Produktdaten – einschließlich sämtlicher CAD- und PLM-Daten – in einem einzelnen Repository. Dies lässt sich mit einer mehrdimensionalen Stückliste erreichen. Fertigungs-Teams können daraufhin anhand der technischen Entwicklungsstückliste (eBOM) verknüpfte, aber doch separate anlagenspezifische Fertigungsstücklisten (mBOMs) und Arbeitsanweisungen erstellen.

Durch die Verknüpfung bereichsspezifischer Informationen aus Systemen wie CAD, PLM und ERP mithilfe von PLM können Hersteller eine zuverlässige und allgemein gültige Datenquelle für sämtliche Produktdaten aus den jeweiligen Stücklisten erstellen und automatisieren. Dieser teileorientierte Ansatz bietet u. a. folgende Vorteile:

  • Gestraffter Datenaustausch. Erzielen Sie eine bessere Wiederverwendung von Teilen, verbessern Sie Zusammenarbeit und Kommunikation, und optimieren Sie den Austausch mit allen Beteiligten, indem Sie über eine teileorientierte Stückliste auf genaue Echtzeit-Daten verweisen.
  • Parallele Konstruktion und Fertigungsplanung. Machen Sie die manuelle Synchronisierung voneinander abgekoppelter Konstruktions- und Fertigungselemente überflüssig, und stellen Sie zugleich sicher, dass in jeder Phase der Produktentwicklung konsistente Informationen vorliegen. Änderungen spiegeln sich automatisch in allen Systemen der funktionalen Domäne wider.
  • Umfassendes Änderungs-Management. Damit können Sie Änderungen in allen Bereichen in der digitalen Produktdefinition identifizieren, sammeln und umsetzen. Die Änderungen werden dann automatisch an Enterprise-Systeme wie ERP und MES (Manufacturing Execution System) übergeben.
  • Niedrigere Kosten. Verbessern Sie den Einblick in die Produktentwicklung, um zeitnahe Entscheidungen zu ermöglichen. Dadurch sinken die Kosten für Produktion, Montage und Service der Produkte in nachgeordneten Schritten – ebenso wie die Kosten für geplante Änderungen.

Vorteile eines kollaborativen Ansatzes für Konstruktion und Fertigung

Wenn eBOM, mBOM, Fertigungsprozesse, Qualitätspläne und Arbeitsanweisungen in einem PLM-System definiert und digital bereitgestellt werden, hat dies folgende Vorteile:

  • Schnellere Serienproduktion dank digitaler Validierung von Fertigungsprozessen sowie paralleler Konstruktion und Fertigungsplanung
  • Höhere Produktqualität durch Festlegen von Steuerungseigenschaften und Bewertungsanforderungen anhand von 3D-Modellen
  • Höhere Bedieneffizienz dank 3D-/AR-Arbeitsanweisungen und prozessinterner Qualitätsbewertung
  • Schnellere Änderungspropagierung durch assoziatives Änderungs-Management in Konstruktion und Fertigung

Wenn Sie mehr über die Vorteile eines teileorientierten Ansatzes auf Basis von PLM erfahren möchten, senden Sie uns bitte das ausgefüllte Formular.

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